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Geldanlage : Klassische Vermögensaufteilung hat ausgedient

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Bild: F.A.Z.

Für Feri Finance liegt die Zukunft der Finanzberatung jenseits von Aktien, Renten und Bargeld. Statt dessen nehme die Bedeutung alternativer Investments wie außerbörslicher Unternehmensbeteiligungen, Immobilien und Hedge Fonds stark zu.

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          Die traditionelle Fokussierung auf Aktien, Anleihen und Bargeld ist für große Vermögensverwalter nicht mehr ausreichend, um im Wettbewerb zu bestehen. Diese Schlußfolgerung zieht Michael Stammler, Vorstand des bankenunabhängigen Finanzberaters Feri Finance AG in Bad Homburg, nach den Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre.

          Statt dessen nehme die Bedeutung sogenannter alternativer Investments wie außerbörslicher Unternehmensbeteiligungen (Private Equity), Immobilien und Hedge Fonds stark zu, um den Erwartungen vermögender Kunden gerecht zu werden. Stammler sieht in dieser Umorientierung keine kurzfristige Mode, sondern einen Paradigmenwechsel, der mindestens die nächsten zehn bis 15 Jahre prägt.

          Kein Beimischungscharakter

          Feri - das Unternehmen gilt mit einem verwalteten Vermögen von mehr als fünf Milliarden Euro als größter bankenunabhängiger Berater für Privatvermögen in Deutschland - geht bei der konkreten Umsetzung in den Kundendepots deutlich über den Beimischungscharakter hinaus, den die Vermögensverwaltungsbranche alternativen Investments bislang beimißt. Als Zielquote sieht Stammler für Private Equity, Hedge Fonds sowie sonstige alternative Anlagen (Immobilien, Rohstoffe) jeweils 15 bis 20 Prozent als realistisch an, so daß der Anteil der traditionellen Vermögensklassen in Kundendepots damit weniger als die Hälfte betragen könnte.

          Erfolgreich umgesetzt werden die Vorstellungen von Feri schon von großen Anlegern in den Vereinigten Staaten. So lag das über eine Stiftung verwaltete Vermögen der Universität Yale im vergangenen Jahr nur noch zu 41 Prozent in Aktien, Anleihen oder Bargeldbeständen, während 59 Prozent in Hedge Fonds, Rohstoffen und Private-Equity-Engagements investiert waren. Mit dieser Portfolioausrichtung gelang es der Yale-Stiftung, trotz der schwierigen Börsenzeiten nach der Jahrtausendwende regelmäßig einen Wertzuwachs zu erwirtschaften (siehe Graphik).

          Geduld ist gefragt

          Allerdings setzt die Umorientierung auch neue Maßstäbe an die Beratung. Die Neuausrichtung einer Vermögensstruktur läuft über mehrere Jahre. Dabei liegt es in der Natur von außerbörslichen Beteiligungen, daß Wertzuwächse erst nach ein paar Jahren zu sehen sind. Das setzt Geduld voraus, die jedoch in der sehr vermögenden und deshalb von vielen Banken und Finanzberatern heftig umworbenen Kundschaft in vielen Fällen nicht sonderlich ausgeprägt ist. Man sei mitten in der Überzeugungsarbeit, sagt Feri-Vorstand Stammler. In den ersten Kundendepots sei die Zielquote sogar schon erreicht. Normalerweise sei aber von einem Aufbauprozeß über sieben bis acht Jahre auszugehen. Auch an die Berater selbst stellen sich ganz neue Anforderungen. Da das Angebot an Private-Equity- oder Hedge Fonds unüberschaubar groß und die Auswahl zuweilen mit hohen Risiken behaftet ist, kommt der umfassenden Marktanalyse bei der Produktauswahl eine enorme Bedeutung zu.

          So begründete etwa Jochen Sauerborn die Übernahme seines ebenfalls auf besonders vermögende Kunden spezialisierten Beratungsunternehmens durch die Schweizer Großbank UBS im vergangenen Dezember damit, daß die Kunden immer anspruchsvoller würden. Die Palette der nachgefragten Dienste müsse deshalb immer breiter und das ganze Geschäft immer internationaler werden. Feri hat die aufwendige Marktanalyse dagegen im eigenen Unternehmen aufgebaut, um weiterhin unabhängig von Banken als Produktanbieter agieren zu können.

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