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Geldanlagen in Krisenzeiten : Sind ETF jetzt die richtige Wahl?

Bild: Thomas Fuchs

Viele Anleger vertrauen auf die beliebten Indexfonds. Ist das in unruhigen Börsenzeiten vernünftig? Ein Pro und Contra.

          6 Min.

          Dennis Kremer und Daniel Mohr sind Redakteure im Wirtschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) und schreiben seit vielen Jahren über die Börse. Kremer vertritt in diesem Beitrag die Pro-Position, Mohr gibt ihm Contra.

          PRO ETFs in Krisenzeiten

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In ETF zu investieren beleidigt den menschlichen Verstand. Das zumindest war einmal die Meinung vieler Börsenprofis, als der Amerikaner John Bogle in den 1970er-Jahren der Welt einen der ersten Indexfonds präsentierte. Solche Fonds, heute besser bekannt unter dem Kürzel ETF (Exchange-Traded Funds, zu Deutsch: börsengehandelte Indexfonds) bilden schlicht die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Börsenindex ab. Steigt also beispielsweise der amerikanische Börsenindex S&P 500 um zwei Prozent, gewinnt auch ein S&P-500-ETF zwei Prozent hinzu. Dieses eingängige Prinzip rief damals großen Widerspruch hervor. Es sei unamerikanisch, nur den Durchschnitt anzustreben, lautete eine Kritik. Das Ziel jedes Anlegers müsse es doch sein, die Aktien zu finden, deren Kurse sich am besten entwickeln. Einfach nur passiv in einen Index zu investieren und dann den Dingen ihren Lauf zu lassen sei eher etwas für schlichtere Gemüter, befand man.

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