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Gelderstattung nach BGH-Urteil : Der Kampf um die Girokonten

Am Geldautomaten: Um die Gebühren fürs Girokonto wird gestritten. Bild: Anna Jockisch

Die ersten Banken zahlen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes jetzt Gebühren für die Kontoführung zurück. Bei welchen Instituten lohnt sich deshalb eine Anfrage? Und zu welchen Girokonten rät die Stiftung Warentest den Bankkunden für die Zukunft?

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          Die ersten Rechtsanwälte vermelden Erfolge: Nach und nach zahlen Banken in Deutschland jetzt Kontoführungsgebühren zurück, die sie laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu viel erhoben haben. Das Gericht hatte Ende April entschieden, dass die Praxis der Banken in der Vergangenheit, Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wie Gebührenerhöhung ihren Kunden einfach mitzuteilen und dann Stillschweigen als Zustimmung zu werten, unwirksam war.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In immerhin mehr als zehn Fällen ihrer Mandanten hätten die Banken mittlerweile im Schnitt 111 Euro zurückgezahlt, berichtet die Berliner Kanzlei Gansel Rechtsanwälte. Die Spanne des zurückgezahlten Geldes je Fall reiche von 12 bis 200 Euro. Zu den Banken, die gezahlt hätten, gehörten Genossenschaftsbanken wie die Bremische Volksbank, die VR-Bank Bonn und die Westerwald Bank, aber auch beispielsweise die Volkswagen Bank und die Netbank sowie die Sparda-Bank Augsburg.

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