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Tipps für Bankkunden : Wie spare ich Geld bei den Strafzinsen?

Finanzplatz Frankfurt: Gut 150 Banken haben seit Juli ihre Negativzinsen gestrichen. Bild: Lando Hass

Zum 1. August haben viele Banken ihre Verwahrentgelte gestrichen – aber längst nicht alle. Manche Institute heben nun die Kontoführungsgebühren an. Eine Übersicht für Verbraucher.

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          Für manche Bankkunden ist der langsame Abschied von den Negativzinsen ein Triumph. „Wenn sich jemand darüber nicht freut, kann ich auch nicht weiterhelfen“, sagt einer, der sich lange mit den Verwahrentgelten der Commerzbank herumgeärgert hatte. Manche berichten von einem Misstrauen gegenüber ihrer Bank, das zurückbleibe. Andere erzählen, sie hätten sich als er­folgreiche Strategie gegen die Negativ­zinsen eine Zweit- oder auch Drittbank gesucht und wollten das jetzt beibehalten. Eine Bankkundin hingegen berichtet, ihre Mutter, 83 Jahre alt, habe „ganz schön Federn gelassen“: Alles Geld vom Konto oberhalb des Negativzins-Freibetrags ih­rer Bank von 100.000 Euro habe sie fester angelegt – und dabei die Anlage wie empfohlen über verschiedene Anlageprodukte gestreut, darunter Indexfonds (ETFs) und ein bisschen Xetra-Gold. Mit dem Ergebnis, dass jetzt von den ehemals 50.000 Euro nur noch weniger als 35.000 Euro übrig seien. „Hätte sie mal lieber das Verwahrentgelt gezahlt“, meint die Frau lakonisch.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zum 1. August, und zum Teil auch schon rückwirkend, haben nun viele Banken die Negativzinsen, von ihnen auch beschönigend Verwahrentgelt oder Guthabengebühren genannt, abgeschafft. Was heißt das jetzt für die Bankkunden?

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