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Gegen den Trend : BW-Bank baut Filialen auf

  • -Aktualisiert am

Firmenlogo auf einem Gebäude der BW-Bank in Stuttgart Bild: dpa/dpaweb

Alle Geldinstitute bauen Filialen ab. Wirklich alle? Eine Bank in Baden-Württemberg zumindest vollzieht die Wende und will ihr Netz ausbauen – sogar mit neuen Stellen für Mitarbeiter.

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          Die als Auslaufmodell geltende Bankfiliale erlebt eine Renaissance: Nach der bewussten Ausdünnung im Filialnetz setzt die BW-Bank nun wieder auf den Kundenkontakt direkt vor Ort und vollzieht die Kehrtwende: Die Zahl der permanent besetzten Filialen für das Privatkundengeschäft wird wieder ausgebaut, wie die Tochter der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte.

          Dafür sollen in zwei Jahren 125 neue Stellen geschaffen werden. Das Konzept mit sogenannten Beratungscentern, in denen Kunden sich nur mit Termin von einem Mitarbeiter beraten lassen können, hat sich wohl nicht bewährt. Die wurden im Zuge eines Sparprogramms im Jahr 2015 eingeführt. Die Zahl der Filialen wurde damals mehr als halbiert, die der reinen Selbstbedienungsstandorte mit Automaten ausgebaut. Zuletzt hatte die BW-Bank noch 76 volle Filialen, 56 Beratungscenter und 87 SB-Standorte. 2021 sollen es rund 100 Filialen und 120 SB-Standorte sein.

          Die Investitionen in Personal und Umbaumaßnahmen wurden mit rund 10 Millionen Euro in den kommenden Jahren angegeben. Im Jahr 2015 hatte die BW-Bank 168 Filialen und 60 SB-Standorte. Auch die Zahl der Beschäftigten reicht mit den neuen Stellen nicht an die Ursprungszahl heran. Von den ursprünglich 1400 Stellen sind nach dem Aufbau nur 1200 übrig.

          Die BW-Bank hat Standorte in ganz Baden-Württemberg. Ein Drittel der Filialen (33) und mehr als die Hälfte der SB-Standorte (68) finden sich aber künftig in der Landeshauptstadt Stuttgart, wo die BW-Bank die Funktion einer Sparkasse übernimmt. In Deutschland - traditionell ein umkämpfter Bankenmarkt – verringerte sich die Zahl der Zweigstellen aller Bank nach Angaben der Europäischen Zentralbank im Jahr 2018 von gut 30.000 auf knapp 27.900.

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