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Gefährliche Lockerung : Bankenwächter im Dilemma

Die BIZ in Basel. Bild: Reuters

Finanzaufseher lockern die strengen Regeln für Kreditinstitute, damit diese der Wirtschaft durch die Krise helfen. Doch das birgt Gefahren.

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          Die Finanzaufseher sind mit einer Krise konfrontiert, die ihre Ursache nicht in den Banken oder den Börsen hat. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben an den Finanzmärkten zu Verwerfungen geführt, die selbst das Börsenbeben in der Finanzkrise in den Schatten stellen. Und das Schlimmste droht den Banken noch: eine Rezession mit zahlreichen Kreditausfällen.

          Deshalb haben die Bankenaufseher die Eigenkapitalregeln und die Vorgaben für ausfallgefährdete Forderungen deutlich gelockert, damit die für die Kreditversorgung der Wirtschaft notwendigen Banken auch weiterhin dazu in der Lage sind.

          Allerdings befinden sich die Aufseher in einem Dilemma. In einem von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich („Bank der Zentralbanken“) veröffentlichten Aufsatz wird vor den Grenzen der Lockerungen gewarnt. Denn die Gefahr besteht, dass das Vertrauen in die Banken verlorengeht, wenn die Risiken und die Verlustpuffer nicht mehr transparent von außen beurteilt werden können. Auch dann droht eine Bankenkrise mit Kreditklemme. Deshalb dürfen die Lockerungen nur vorübergehend sein. Zudem müssen Investoren sie auch nachvollziehen können.

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