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Wegen Negativzins : Gebühren für Bank-Schließfächer steigen teils drastisch

Schließfächer sind bei vielen Bankkunden in Deutschland beliebt. Bild: dpa

Schlechte Nachrichten für alle, die gern Gold oder Bargeld im Bankschließfach bunkern: Die Commerzbank passt neben den Negativzins-Grenzen für Bankeinlagen auch die Gebühren für Schließfächer an – und liegt damit offenbar in einem bundesweiten Trend.

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          Die Commerzbank hebt zum Jahreswechsel die Gebühren für Bankschließfächer an. Entsprechende Berichte von Kunden, die jetzt Schreiben darüber bekommen haben, bestätigte die Bank. Die Commerzbank sieht sich damit im Trend, auch andere Banken hätten ihre Preise auf dem Gebiet angehoben: „Wir passen unsere Schließfachgebühren bundesweit an die veränderten Marktbedingungen und die gestiegenen Kosten an“, sagte eine Sprecherin.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Preise für Schließfächer sind je nach Größe unterschiedlich. Der Commerzbank-Kunde berichtet, ihm sei mitgeteilt worden, dass seine Schließfachgebühr zum 1. Januar 2021 von 189 auf 239 Euro im Jahr erhöht werde; also um 50 Euro oder gut 26 Prozent. Das Schreiben der Commerzbank an die Kunden kommt zu einem Zeitpunkt, da die Bank gerade die Grenze für Negativzinsen auf Einlagen für Neukunden von 250.000 auf 100.000 Euro herabgesetzt hat und mit Bestandskunden zum Teil Gespräche führt. Ähnliche Entwicklungen gibt es in vielen Banken.

          Starke Bargeld-Nachfrage im März

          Schon seit längerem berichten Banken von einer starken Nachfrage nach Bankschließfächern. Die Zeitschrift „Finanztest“ hatte im April gemeldet, im Vergleich zur letzten Untersuchung im Jahr 2018 hätten eine Reihe von Banken die Gebühren für Schließfächer erhöht. Bei der Berliner Sparkasse beispielsweise koste das ordnergroße Schließfach mit 119 Euro jetzt 40 Euro mehr. Die Hamburger Sparkasse habe die Jahresmiete von 64 auf 89 Euro erhöht. Fünf Banken, die Schließfächer auch an Nichtkunden vermieteten, verlangten von diesen nun einen höheren Preis. Die Förde Sparkasse beispielsweise nehme statt 110 dann 220 Euro im Jahr.

          In der Corona-Krise war zu Anfang im März in Deutschland eine starke Nachfrage nach Bargeld zu beobachten gewesen, wie die Bundesbank berichtete, und zwar auch nach größeren Beträgen offenbar zum Horten. Besonders Scheine zu 100 und 200 Euro waren vermehrt abgehoben worden. Viele Banken und Sparkassen weisen zwar darauf hin, dass Bargeld bei ihnen in Schließfächern nicht versichert sei; trotzdem dürfte davon auszugehen sein, dass auch Bargeld vielfach in Schließfächern aufbewahrt wird. Zudem hatten die Deutschen zu Beginn der Krise physisches Gold in einem Umfang gekauft wie die Menschen in keinem anderen Land der Welt. Auch Goldbarren und -münzen dürften in vielen Schließfächern stecken.   

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