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Heizen und Kochen wird teurer : Gaspreise auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren

Gas wird teurer. Bild: dpa

Mitten im Sommer ist Gas für Verbraucher so teuer wie lange nicht mehr. Für den Herbst wird eine neue Welle der Preiserhöhungen erwartet. Da kann der Winter ja lustig werden.

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          Die Gaspreise in Deutschland haben im August abermals zugelegt: Die Preise für Verbraucher erreichten den höchsten Stand seit fünf Jahren. Einen entsprechenden Vergleich hat das Internetportal Verivox am Dienstag vorgelegt. In Deutschland heizt knapp die Hälfte der Haushalte mit Gas, Ölheizungen machen nur noch etwa 25 Prozent aus. Zuletzt war Gas demnach im Januar 2016 so teuer wie jetzt und für den Herbst hätten sogar weitere Gasversorger schon Preiserhöhungen um durchschnittlich 9 Prozent angekündigt.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Winter kann für viele Haushalte also offenbar deutlich teurer werde. Ein durchschnittlicher Haushalt in einem mit Gas beheizten Einfamilienhaus müsse dann rund 130 Euro mehr im Jahr zahlen als zuletzt.

          Anstieg um 8 Prozent seit Januar

          Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) lägen aktuell im Bundesschnitt bei 1258 Euro. Zum Jahresbeginn habe der durchschnittliche Gaspreis für einen solchen Haushalt noch bei 1162 Euro gelegen. Das entspreche also einem Anstieg von mehr als 8 Prozent seit Januar, hebt Verivox hervor.

          Der Hauptgrund für den Aufwärtstrend seien gestiegene Großhandelspreise. „Die niedrigen Stände der Gasspeicher in Deutschland und die weltweit steigende Gasnachfrage haben die Spotmarktpreise für Gas im Laufe des Jahres mehr als verdoppelt – dieser Anstieg wirkt sich nun auch auf die Gaspreise für die privaten Verbraucher aus“, sagte Thorsten Storck, Energiefachmann bei Verivox.

          Weitere Preiserhöhungen in Aussicht

          Zuletzt war darüber diskutiert worden, ob Russland womöglich die Gaslieferungen zeitweise gezielt verknappt habe, um für die neue Pipeline Nord Stream 2 zu werben. Für die kommenden Monate jedenfalls hat laut Verivox kein regionaler Gasversorger Gaspreissenkungen angekündigt. Für August, September und Oktober hätten hingegen schon 31 regionale Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 9 Prozent beschlossen.

          „Wir erwarten in diesem Herbst eine größere Gaspreiswelle“, sagt Storck: „Neben höheren Großhandelspreisen steigt auch der CO2-Preis für fossile Brennstoffe zum Jahreswechsel von 25 auf 30 Euro pro Tonne – diese Kosten geben viele Gasversorger direkt an ihre Kunden weiter.“

          Das Internetportal Check 24 hat derweil untersucht, was ein Haushalt sparen kann, wenn er aus der Grundversorgung mit Erdgas zu einem günstigen Anbieter wechselt. Das Ergebnis: Die Ersparnis sei je nach Ort recht unterschiedlich. „Im Durchschnitt der 100 größten deutschen Städte zahlt eine Familie beim günstigsten Alternativanbieter jährlich 28 Prozent oder 436 Euro weniger als in der Grundversorgung“, schreibt das Unternehmen. In manchen Orten wie Schwerin könne man durch einen Wechsel auch bis zu 43 Prozent der Gaskosten sparen.

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