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Fed, SEC und EZB : Gamestop zwingt Finanzaufseher zum Handeln

Gamestop ruft die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen auf den Plan. Bild: AFP

Schattenbanken wie zum Beispiel Hedgefonds bereiten nicht nur der neuen amerikanischen Finanzministerin Yellen Sorgen. Der Risikoappetit solcher Kapitalmarktakteure hat zuletzt zugenommen. Nun sollen strengere Vorgaben Schlimmeres verhindern.

          3 Min.

          Wieder einmal sind Hedgefonds am Aktienmarkt einen heißen Reifen gefahren. Die Kursturbulenzen der Aktie des Computerspielehändlers Gamestop haben nun die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen auf den Plan gerufen. Die für die amerikanischen Finanzmärkte zuständigen Aufsichtsbehörden werden die Gamestop-Kapriolen nun darauf untersuchen, ob diese Aktivitäten mit Investorenschutz sowie mit fairen und effizienten Märkten vereinbar waren und sind, wie Yellen im Anschluss an ein Treffen der Aufseher am Donnerstag verlauten ließ. Für die ehemalige Präsidentin der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) hat sich die Marktinfrastruktur als widerstandsfähig gegenüber Kursschwankungen und hohen Handelsaktivitäten gezeigt.

          Markus Frühauf
          (maf.), Wirtschaft

          Das war aber im Corona-Crash im März 2020 nicht der Fall, als einige der Marktteilnehmer aus dem Reich der Schattenbanken, auch Hedgefonds, vor größeren Problemen standen. Der als Bankenkritiker bekannt gewordene Volkswirtschaftsprofessor Martin Hellwig spricht von einem „Run-Problem“, also vielen Anlegern, die gleichzeitig aus Hedgefonds und anderen Anlagen ihre Gelder abziehen wollten. Das setzte die Fonds plötzlich unter Liquidationsdruck. Sie mussten ihre Wertpapiere verkaufen, um die ausstiegswilligen Kunden bedienen zu können.

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