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Probleme in der Fondsbranche : Nun ist mehr Vorsicht angebracht!

Gleich mehrere namhafte Fonds müssen in kurzer Zeit mit hohen Mittelabflüssen kämpfen. Diese Entwicklung stimmt nachdenklich.

          Die schlechten Nachrichten aus der Fondsbranche häufen sich. In der Regel geht es um illiquide Anlagen, also im Notfall schwer verkäufliche Anlagen oder Wertpapiere.

          Die Schweizer Fondsgesellschaft GAM musste mit hohen Mittelabflüssen kämpfen, nachdem Anleger über den Skandal um den suspendierten Fondsmanager Tim Haywood besorgt waren. Vor wenigen Wochen musste der britische Fondsmanager Neil Woodford die Rücknahme von Fondsanteilen aussetzen, weil er nicht so schnell ausreichend Liquidität durch den Verkauf von Anlagen schaffen konnte. Diese gelten als illiquide.

          Nun sind H2O-Fonds einer Tochtergesellschaft der französischen Investmentbank Natixis in die Bredouille geraten, weil sie Anleihen mit Verbindung zu dem deutschen Unternehmer Lars Windhorst halten, die ebenfalls schwer verkäuflich sind. Diese Entwicklung stimmt nachdenklich, weil Finanzaufseher verstärkt vor einer Überhitzung am Markt für Unternehmensanleihen warnen.

          Die Anforderungen an Sicherheit und Dokumentation haben die Anleger auf der Jagd nach etwas mehr Rendite bedenklich gelockert. Nun wäre wieder mehr Vorsicht angebracht.

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