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Fusionen : Sparkassen-Chefin: „Größere Einheiten sind in unserem Interesse“

  • Aktualisiert am

Liane Buchholz führt den Sparkassenverband Westfalen-Lippe. Bild: dpa

„Hektik“ brauche es nicht. Um weiter mithalten zu können, müssen sich die Sparkassen aber stärker als bislang zusammenschließen, sagt eine wichtige Managerin der Gruppe.

          Die neue Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, Liane Buchholz, hat sich für Zusammenschlüsse im Lager der öffentlichen Versicherer und Landesbausparkassen ausgesprochen. „Hektische Aktivitäten“ seien zwar nicht erforderlich, sagte Buchholz den „Westfälischen Nachrichten“: „Wir werden aber die Konsolidierungsmöglichkeiten weiter intensiv prüfen und schauen, dass wir im Interesse unserer Institute größere Einheiten schaffen.“

          Im Vergleich zur Konkurrenz hätten die Sparkassen hier deutliche Nachteile. Damit drängt sie in dieselbe Richtung wie ihr Vorgänger Rolf Gerlach, der Anfang Februar Großfusionen ins Gespräch gebracht hatte.

          Dabei hatte Gerlach darauf verwiesen, dass die Volks- und Raiffeisenbanken als Hauptrivalen der Sparkassen ihr Versicherungs- und Bausparkassengeschäft bereits in der R+V-Versicherung und der Schwäbisch Hall gebündelt haben. Unterhalb dieser Art von Paketlösung waren bisher schon Fusionen einzelner Sparkassen-Versicherer im Gespräch, ein Anlauf für einen Zusammenschluss der Provinzial Nordwest und der Provinzial Rheinland war aber 2013 gescheitert.

          Buchholz hatte das Amt von Gerlach Anfang April übernommen. Die ehemalige Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands sagte weiter, sie habe „über die Grenzen von Westfalen-Lippe hinaus einen hohen Gestaltungsanspruch“.

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