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Fusion oder Aufteilung? : Die Commerzbank hat den Zug verpasst

Einen Fusionspartner wird die Commerzbank nicht mehr finden. Bild: AP

Einen Fusionspartner wird die Commerzbank nicht mehr finden, sie steht vor einer ungewissen Zukunft. Am Ende bleibt vielleicht nur noch die Aufspaltung der Traditionsbank in Einzelteile.

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          Vielleicht ist das sogar die Höchststrafe. Falls es sie wirklich gibt, diese Wunschliste von UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber, auf der die möglichen Fusionspartner stehen, dann finden sich dort die üblichen Verdächtigen: Credit Suisse, Deutsche Bank, BNP Paribas. Und die Commerzbank? Die schafft es nicht auf eine Fusionswunschliste. Um es gleich vorwegzunehmen: Eine grenzüberschreitende Fusion unter Banken wird es in absehbarer Zeit in Europa nicht geben. Kostendruck, Niedrigzins und Digitalisierung verändern die Bankenlandschaft wie niemals zuvor. Sie müssen zwangsläufig in Fusionen münden, denn Europa gilt allen Krisen zum Trotz noch immer als „overbanked“ – es gibt viel zu viele Banken.

          Doch Fusionen sind kein Kinderspiel. Bei Industrieunternehmen nicht und bei Banken schon gar nicht. Die Anforderungen allein in Sachen Aufsicht und Regulierung sind seit der Finanzkrise 2008/2009 immens gesteigert worden, die IT ist schon für jedes Institut allein eine Mammutaufgabe, und Geschäftsmodelle müssen auch erst mal passen. Voraussetzung jeder europäischen Bankenfusion wäre ohnehin eine Kapitalmarkt-, wenigstens aber die Komplettierung der Bankenunion. Beides wird seit Jahren beschworen, in wirklich greifbarerer Nähe ist trotz aller guten Absichten wenig. Die Corona-Krise hat etwaige Pläne, wie viele andere europäischen Projekte, verdrängt.

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