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Frühaufsteher : Deutscher Aktienmarkt tendiert leichter

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am Montagmorgen leichter. Nachdem die leicht negativen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten verkraftet scheinen, drückte die Meldung über einen deutlichen Anstieg der spanischen Erzeugerpreise den Markt erneut.

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          Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am Montagmorgen leichter. Nachdem die leicht negativen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten verkraftet scheinen, drückte die Meldung über einen deutlichen Anstieg der spanischen Erzeugerpreise den Markt erneut. Der Dax gibt 0,4 Prozent auf 6315 Zähler ab. Für den MDax geht es um ebensoviel auf 8376 Punkte nach unten. Der Technologieindex TecDax büßt 0,2 Prozent auf 812 Zähler ein.

          Tagesthema ist Händlern zufolge die laut Medienberichten kurz bevorstehende Entscheidung über die größte Fusion in der deutschen Bankenlandschaft seit mehr als sieben Jahren. Am Wochenende berichteten Zeitungen übereinstimmend, dass die Allianz-Tochter Dresdner Bank an die Commerzbank Der genannte Preis von 9 Milliarden Euro sei im Vergleich zu vorhergehenden Spekulationen eher hoch und das wirke positiv auf Allianz, sagt ein Händler. Allianz-Aktien setzten sich mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 108,61 Euro an die Dax-Spitze. Titel der Commerzbank verlieren 0,2 Prozent auf 20,47 Euro.

          Die Deutsche Bank hat indes zu Gerüchten über ein Interesse am amerikanischen Brokerhaus Charles Schwab keine Stellung genommen. „Marktgerüchte kommentieren wir grundsätzlich nicht“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bank. Aktien des deutschen Branchenprimus verlieren überdurchschnittliche 0,65 Prozent auf 57,23 Euro.

          Aktien der Lufthansa verlieren 0,55 Prozent auf 14,36 Euro. Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa ist an einer Beteiligung an der angeschlagenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA)interessiert. Dies sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag in Frankfurt. Ein Händler sagt: „Wie erwartet.“ Interessanter sei ein Bericht in „Der Spiegel“, demzufolge die Lufthansa zusammen mit Tui und der Arcandor-Reisetochter Thomas Cook ihre Billigfluggesellschaften Germanwings und Tuifly mit der Chartergesellschaft Condor zusammenschließen wollen. Damit würde die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin erheblich unter Druck gesetzt. Laut Händlern ist das positiv vor allem für Arcandor. Allerdings gebe es wohl hohe kartellrechtliche Hürden. Arcandor-Aktien sind mit einem Plus von 4,1 Prozent auf 5,80 Euro der Favorit im MDax, Air-Berlin-Titel verlieren 0,8 Prozent auf 3,70 Euro.

          Rentenmärkte verzeichnen Kursgewinne

          Die deutschen Anleihen tendieren am Montag fester. Der für den Rentenmarkt richtungweisende Euro-Bund-Future kletterte um 26 Basispunkte auf 114,10 Prozent. Auf kurze und wohl noch mehr auf mittlere Frist sollte das fundamentale Umfeld aus Sicht der Commerzbank für die Rentenmärkte freundlich bleiben. Gleichwohl überwiege das Risiko, dass zunächst eine Konsolidierung anstehe. Auch das Bankhaus HSBC Trinkaus erwartet einen freundlichen Wochenstart. Der Bund-Future habe gute Chancen, den nächsten Widerstand bei 113,93 Punkten zu überwinden. Unterdessen zeichne sich in den USA keine Entspannung am Immobilienmarkt ab.

          Euro startet leichter in die Woche

          Etwas leichter ist der Euro am Montagmorgen in den europäisch dominierten Handel gestartet. Der Fall durch die Unterstützungszone um 1,48 Dollar könne neuerlichen Druck auf die Gemeinschaftswährung bringen, heißt es im Handel.

          Aktuell geht der Euro mit 1,4721 Dollar um. Da die Devise auch gegen den Yen in gleichem Umfang gefallen sei, könne bereits von einer erneuten Euro-Schwäche gesprochen werden. Allerdings dürften die Handelssignale am Montag nicht repräsentativ ausfallen, da mit der geschlossenen Börse in England einige wichtige Marktteilnehmer fehlten.

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