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Frühaufsteher : Deutscher Aktienmarkt startet im Minus

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Belastet von negativen Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag leichter in den Handel gestartet. Angesichts der bröckelnden Kurse an den amerikanischen Börsen gäben die Notierungen nach, heißt es.

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          Belastet von negativen Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag leichter in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax verliert 1,1 Prozent auf 6.741 Zähler. Für den MDax mittelgroßer Werte geht es um ebenfalls 1,1 Prozent auf 9.462 Punkte nach unten. Der TecDax verzeichnet ein Minus von 1,75 Prozent auf 823 Zähler.

          Angesichts der bröckelnden Kurse an den amerikanischen Börsen gäben die Notierungen nach, heißt es. Der Future auf den Dow Jones steht am Morgen 92 Punkte unter dem Niveau vom Xetra-Schluss am Montag. Der Nikkei-225-Index schloss in Tokio schwach. Im Verlauf erwartet Heino Ruland von FrankfurtFinanz noch Impulse von Konjunkturdaten wie etwa der amerikanischen Handelsbilanz für April, die gegen Mittag veröffentlicht wird.

          Studien verschiedener Analysehäuser sorgen für Bewegung. Die Aktien von BMW etwa sind einer der schwächsten Werte im Dax. Sie geben 1,55 Prozent auf 33,75 Euro ab. Merrill Lynch hat die Titel des Autobauers nach dem jüngsten starken Kursanstieg von seiner „Most Preferred List“ genommen. Papiere des Automobilzulieferers Continental verbilligen sich um 1,20 Prozent auf 67,68 Euro. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktien von 80 auf 72 Euro gesenkt und die Einschätzung „Hold“ beibelassen. Das makroökonomische Umfeld - vor allem in den Vereinigten Staaten - habe sich verschlechtert, schrieben die Analysten zur Begründung.

          Die Titel von Lufthansa geben um 0,5 Prozent auf 15,55 Euro nach. LBBW-Analyst Per-Ola Hellgren sieht trotz der gestiegenen Kerosinpreiszuschläge der vergangenen Wochen eine unverändert positive Entwicklung der Nachfrage nach Flugreisen in Europa. Hellgren erwartet, dass Lufthansa im Mai im Konzern 6,21 Millionen Fluggäste abgefertigt und 12,9 Milliarden Sitzkilometer verkauft hat.

          Belastend wirkt laut Händlern die Ankündigung der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) vom Vorabend, in diesem Jahr tiefrote Zahlen zu schreiben. Händler stufen die Gewinnwarnung von AUA auch deshalb als interessant für Lufthansa-Investoren ein, weil es am Markt immer wieder Gerüchte um ein mögliches Interesse der deutschen an der Fluggesellschaft gegeben habe. Zudem drücke der hohe Ölpreis auf die Stimmung.

          Renten setzen Talfahrt fort

          Die Anleihemärkte setzen am Dienstag die am Vortag eingeleitete Talfahrt fort. Immer stärker setzt sich in den Köpfen der Anleger fest, dass in den kommenden Monaten die Europäische Zentralbank wie auch die amerikanischen Notenbank verstärkt auf die Inflationsrisiken schauen und die Zinsen anheben werden, sagt ein Händler. Nachdem sich die Renditen der zehnjährigen Anleihen auf Grund der Turbulenzen an den Aktienmärkten seit Jahresstart stabil zeigten, setzten nun doch verstärkt Verkäufe ein.

          Der September-Kontrakt des Bund-Futures verliert 39 Basispunkte auf 111,03 Prozent, der Bobl-Future gibt um 48 Basispunkte auf 105,85 Prozent nach.

          Der Rentenmarkt ist momentan von hoher Volatilität gekennzeichnet. Bezüglich des Bund-Futures gibt nach Aussage der Helaba der seit März existierende Abwärtstrend die Richtung vor. Erst bei einem Anstieg über die bei etwa 113,50 Prozent verlaufende Widerstandslinie könne von einer Trendwende gesprochen werden. Damit sei derzeit aber nicht zu rechnen. Eine Unterstützung wird bei 110,80 Prozent gesehen.

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