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Frühaufsteher : Der Dax startet über 6800 Punkten und fällt dann wieder zurück

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der Dax hat zu Beginn von positiven Vorgaben aus Amerika und Asien profitiert und legte ein Prozent zu. Nach wie vor belastet jedoch die Kreditkrise. Davon erfasst werden nun auch immer stärker Versicherungen, wie AIG belegte.

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          Der deutsche Aktienmarkt startet am Dienstag freundlich in den Handel. Der Dax stieg in den ersten Minuten über 6800 Punkte, hielt dieses Niveau aber nicht. Bis gegen 9.46 Uhr lag er um 0,7 Prozent oder 50 auf 6.793 Punkte im Plus. Die Vorlagen seien vergleichsweise gut und stützten die Stimmung etwas, heißt es im Handel.

          Händler verwiesen auf vergleichsweise gute Zahlen der Credit Suisse und eine kräftige Erholung des Reederei-Index Baltic Dry, die insbesondere konjunkturabhängige Aktien stützt. Diese könnten auch von guten Auftragszahlen von Rheinmetall, Gildemeister und Bilfinger Berger profitieren, heißt es.

          Deutsche Aktien im Blick

          Unter den Einzeltiteln profitieren Tui weiterhin von den Spekulationen um ein Zusammengehen mit der Neptune Orient Lines und legen um 1,3 Prozent auf 15,53 Euro zu. Nach Dow Jones Informationen haben die Unternehmen die Deutsche Bank oder J.P. Morgan als Berater für eine mögliche Fusion der Reederei-Bereiche gewonnen.

          Börsianer verwiesen auch auf freundliche Vorgaben aus Übersee. So war der Dow Jones Industrial am Vortag nach Xetra-Handelsende per saldo um 109 Punkte geklettert und hatte wie auch die anderen amerikanischen Börsen fester geschlossen. Am Morgen meldete sich auch der Nikkei nach einem Feiertag mit leichten Kursgewinnen zurück, der Hang Seng Index tendierte gar sehr fest. Für neue Impulse dürften insbesondere die ZEW-Konjunkturerwartungen für Februar sorgen.

          Pharmatitel werden unterdessen von den am Morgen vorgelegten Zahlen der Sanofi Aventis gestützt. Letztere sind in einer ersten Einschätzung aus dem Handel als „überzeugend“ eingestuft worden. Bayer gewinnen 1,1 Prozent auf 55,61 Euro. Im Vorfeld der GM-Zahlen geben auch die Auto-Aktien Gas. BMW kommen um 1,5 Prozent auf 34,71 Euro voran und Daimler um 1,1 Prozent auf 50,79 Euro. VW entwickeln sich mit Plus 0,4 Prozent auf 150,39 Euro schwächer als der Markt. Die Wolfsburger haben zuvor noch ihren Anteil an Scania aufgestockt.

          MAN sind derzeit mit plus 4,1 Prozent auf 85,19 Euro größter Gewinner im Dax. Mit Blick auf die zuletzt schwache Entwicklung sprechen Händler hier von einer „technischen Erholungsbewegung“.

          Auf den Versicherern lastet unterdessen eine Nachricht um den größten amerikanischen Versicherer, die American International Group (AIG). Diese hatte Wertberichtigungen angekündigt, deren Höhe das Unternehmen noch nicht nennen konnte. Das hatte am Markt neue Ängste geschürt, dass die Folgen der Kreditkrise gravierender sein könnten als bislang angenommen.

          Allianz verlieren 1,3 Prozent auf 111,67 Euro und Münchener Rück 0,7 Prozent auf 111,11 Euro. Im MDax legen Bilfinger Berger um 4,5 Prozent auf 43,10 Euro zu. Die vorbörslich vorgelegten Zahlen sähen alle besser aus als erwartet, heißt es im Handel. Zudem sei insbesondere der Auftragsbestand und der Auftragseingang positiv hervorzuheben.

          Auch Gildemeister, Leoni und Rheinmetall zeigen sich nach Zahlen sehr fest. Pfeiffer Vacuum steigen im TecDax um 2,8 Prozent auf 55,00 Euro. Die am Morgen vorgelegten Zahlen des Unternehmens sind nach Einschätzung aus dem Handel „in Line“ ausgefallen.

          Die ebenfalls im TecDax notierten MorphoSys reagieren positiv auf die Zulassung für den Start klinischer Studien der Phase 1 des Antikörperprogramms „MOR103“ in den Niederlanden. Die Titel steigen um 3,4 Prozent auf 43,05 Euro.

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