https://www.faz.net/-gv6-6okes

Frühaufsteher : Der Dax kämpft mit der Marke von 7500 Punkten

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Rezessionsangst drückt die Börsen weltweit. Die Kreditkrise, schlechte Intel-Zahlen, die Probleme der Banken und Ausverkaufsstimmung belasten die Aktienmärkte. Der Dax fiel zeitweise unter 7500 Punkte.

          12 Min.

          Der Dax hat am Mittwoch tiefer eröffnet. Der Leitindex lag in den ersten Handelsminuten rund 0,8 Prozent schwächer bei rund 7499 Punkten. Am Dienstag hatte der Dax rund zwei Prozent verloren. Bis sank der Index 7.493. Das ist der niedrigste Stand seit dem 27. November. Technisch unterstützt ist der Leitindex bei 7.480 Punkten, während bei 7.650 ein Widerstand liegt. Bis gegen 10 Uhr erholte sich der Index aber wieder bis auf 7500 Punkte.

          Die Aktien von Hypo Real Estate starteten nach dem Kurssturz vom Dienstag zunächst vier Prozent höher, bröckelten aber schnell auf ein Plus von rund zwei Prozent ab. “Die Leute steigen wieder ein nach dem sensationell großen Abschlag am Vortag“, sagte ein Händler. Zur Beruhigung habe auch beigetragen, dass der Vorstand am Vorabend Aktien gekauft habe. Der Immobilienfinanzierer hatte mit dem Eingeständnis von Belastungen aus der Hypothekenkrise die Anleger schockiert, die Aktien waren um mehr als 30 Prozent eingebrochen und hatten andere Bankenwerte mit in die Tiefe gerissen.

          Razzia bei Gildemeister

          Für Aufregung sorgte Deutschlands größter Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister. Nach Firmenangaben hat es eine Razzia der Staatsanwaltschaft gegeben. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat nach eigener Auskunft Ermittlungen gegen den Vorstandschef aufgenommen, unter anderem wegen Untreue und Bestechung. Die Papiere des MDax-Unternehmens brachen zur Eröffnung um 25 Prozent auf 9,84 Euro ein.

          Ein schwacher Ausblick von Intel vom Dienstagabend lastet auf den Kursen am deutschen Aktienmarkt. Die Intel-Aktie brach an Wall Street nachbörslich um fast 14 Prozent ein. Mit Blick auf die Konjunktur dürfte sich das Interesse auf die amerikanischen Verbraucherpreise und das Beige Book der amerikanischen Notenbank zur amerikanischen Wirtschaftslage konzentrieren.

          Schwache Wirtschaftsdaten dürften die Spekulationen auf eine vorgezogene Zinssenkung in den Vereinigten Staaten befeuern, meinen Händler. Impulse erwarten Händler nun vom Quartalsbericht der Investmentbank J.P. Morgan und der amerikanischen Bank Wells Fargo. Vor diesen Zahlen ist die Zurückhaltung bei Banken ausgeprägt. Der schwache Ausblick von Intel lässt Infineon um 5,1 Prozent auf 6,35 Euro nachgeben.

          Positiv für die Deutsche Post werten Händler, dass diese laut der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ weiterhin von der Mehrwertsteuer befreit bleiben soll. Die Aktie Gelb gibt mit dem Gesamtmarkt um 0,9 Prozent nach.

          Adidas fallen um 4,8 Prozent auf 40,88 Euro zurück. Goldman Sachs hat zum Verkauf der Aktie geraten. Eine Abstufung der T-Aktie durch J.P. Morgan lässt Deutsche Telekom um 1,1 Prozent auf 15,01 Euro nachgeben. Damit hält sich das Papier noch recht gut.

          Relative Stärke zeigen Linde nach einer Hochstufung auf „Kaufen“ durch UBS. Linde gewinnen 0,8 Prozent auf 92,74 Euro. Stärke zeigen die als krisensicher geltenden Versorger Eon (+1,7 Prozent) und RWE (+1,4 Prozent).

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          TUI hatte in mehreren Schritten 61 Maschinen der 737-Max-Reihe bestellt, von denen 15 infolge von Flugverboten am Boden bleiben mussten.

          F.A.Z. exklusiv : TUI und Boeing einigen sich auf Schadenersatz

          Nicht nur die Corona-Pandemie macht TUI zu schaffen – auch das teure Debakel um die 737 Max lastete bis zuletzt auf dem Reisekonzern. Nun aber gibt es zumindest eine gute Nachricht in der Krise.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.