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Frühaufsteher : Der Dax kämpft mit der Marke von 7500 Punkten

  • Aktualisiert am

Die Aktien des Finanzdienstleisters State Street büßten 5,9 Prozent auf 79,82 Dollar ein. Das Unternehmen hat wegen der Hypothekenkrise Rückstellungen gebildet und deshalb für das vierte Quartal einen um 28 Prozent niedrigeren Gewinn ausgewiesen.

Die Aktien des Telekommunikationsanbieters AT&T verloren 2,3 Prozent auf 37,63 Dollar. Das Unternehmen hatte berichtet, dass viele seiner Kunden Zahlungsschwierigkeiten hätten.

Die Titel des Flugzeugherstellers Boeing fielen um 3,7 Prozent auf 77,86 Dollar. Die Markteinführung des 787 Dreamliner wird sich voraussichtlich abermals verschieben. Aktien von Fluggesellschaften stemmten sich gegen den Trend, nachdem der Ölpreis deutlich nachgegeben hatte. Delta Airlines stiegen um 4,4 Prozent auf 15,98 Dollar. Northwest Airlines legten um 8,6 Prozent auf 17,38 Dollar zu und UAL um 5,0 Prozent auf 34,57 Dollar. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, Delta umwerbe sowohl UAL als auch Northwest als potenzielle Fusionspartner.

Rezessionsangst stützt amerikanische Anleihen

Schwache Konjunkturdaten und die Angst vor einer Rezession haben am Dienstag den amerikanischen Anleihen zu Kursgewinnen verholfen. Im späten Handel stiegen zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,250 Prozent um 21/32 auf 104-17/32 und rentierten mit 3,69 Prozent.

Der mit 5,000 Prozent verzinste Longbond stieg um 1-10/32 auf 111-28/32. Seine Rendite fiel auf 4,28 Prozent. Vor allem der überraschend deutliche Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent im Dezember trieb die Anleger in den sicheren Hafen der Staatsanleihen.

Die Krise am Immobilienmarkt dämpfe offenbar auch die Kauflust der amerikanischen Verbraucher, sagten Beobachter. Der private Konsum gilt als wichtige Stütze der amerikanischen Wirtschaft. Die Angst, dass die Immobilien- und Hypothekenkrise gravierender Folgen haben könnte als erwartet, erhielt neue Nahrung mit dem Quartalsbericht der amerikanischen Bank Citigroup. Die Bank hat das vierte Quartal mit einem Verlust von 9,83 Milliarden Dollar abgeschlossen.

An Konjunkturdaten wurden neben den Einzelhandelsumsätzen noch die Erzeugerpreise, der Empire State Index und die Lagerbestände veröffentlicht. Die Erzeugerpreise waren im Dezember absolut zwar um 0,1 Prozent gesunken, in der viel beachteten Kernrate (ohne Nahrung und Energie) aber um 0,2 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten geschätzt, dass die Kernrate der Erzeugerpreise um nur 0,1 Prozent steigen würde.

Die eher moderaten Inflationsdaten änderten nichts an der Überzeugung des Marktes, dass die amerikanischen Notenbank (Federal Reserve) den Leitzins senken werde, um eine Rezession der amerikanischen Wirtschaft zu verhindern, sagten Beobachter. Die nächste Notenbanksitzung ist für Ende Januar anberaumt. Es sei aber möglich, dass die Fed schon vorher eine Zinssenkung vornehme, hieß es.

Der Empire State Index der Federal Reserve of New York sank im Januar auf einen Stand von plus 9,03; prognostiziert war ein Stand von plus 8,25. Der Subindex für die künftigen Geschäftsbedingungen fiel jedoch auf 19,4 und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2001. Die Lagerbestände stiegen im November um 0,4 Prozent; die Konsensschätzung war von plus 0,5 Prozent ausgegangen.

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