https://www.faz.net/-gv6-6okes

Frühaufsteher : Der Dax kämpft mit der Marke von 7500 Punkten

  • Aktualisiert am

Der Aktienkurs der Intel Corp ist am Dienstag im nachbörslichen Handel eingebrochen, nachdem das Unternehmen mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen des Marktes verfehlt hatte. Intel meldete nach Börsenschluss für das vierte Quartal ein Ergebnis je Aktie von 0,38 (Vorjahr: 0,26) Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 10 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten den Umsatz auf 10,84 Milliarden Dollar und das Ergebnis je Aktie auf 0,40 Dollar geschätzt. Für das erste Quartal stellte Intel einen Umsatz von 9,4 Milliarden bis 10 Milliarden Dollar und eine Bruttomarge von etwa 56 Prozent - plus/minus einige Punkte - in Aussicht. Außerdem rechnet das Unternehmen mit einer Sonderbelastung von 100 Millionen Dollar. Analysten erwarteten bislang einen Erstquartalsumsatz von 9,97 Milliarden Dollar. Intel büßten bis 19.59 Uhr Ortszeit 13,9 Prozent auf 19,45 Dollar ein. Apple bauten ihre Verluste aus dem regulären Handel bis 19.59 Uhr um weitere 3,6 Prozent aus auf 162,99 Dollar. Händler führten dies auf mögliche Enttäuschung vieler Anleger über die neu vorgestellten Produkte auf der „Macworld Conference“ des Unternehmens zurück.

Wall Street schließt sehr schwach - Citigroup belastet

Der enttäuschende Quartalsbericht der Citigroup und die Angst vor einer Rezession haben die Aktienkurse an Wall Street am Dienstag deutlich nachgeben lassen.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 2,2 Prozent oder 277 Punkte auf 12.501. Der S&P-500 verlor 2,5 Prozent oder 35 Punkte auf 1.381. Der Nasdaq Composite gab um 2,4 Prozent oder 61 Punkte auf 2.418 nach. Umgesetzt wurden 1,81 (Montag: 1,41) Milliarden Aktien. Dabei wurden 810 Kursgewinner und 2.361 -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 97 Titel.

Unter den am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten enttäuschten besonders die Einzelhandelsumsätze. Diese waren im Dezember überraschend um 0,4 Prozent zurückgegangen, während Volkswirte mit einem Minus von nur 0,1 Prozent gerechnet hatten. Die Immobilienkrise und der hohe Ölpreis dämpften nun offenbar die Kauflust der amerikanischen Bürger, kommentierten Beobachter die Daten. Der private Konsum gilt als wichtige Stütze der amerikanischen Wirtschaft. Die Einzelhandelsdaten bestärkten viele Marktteilnehmer in ihrer Vermutung, dass die amerikanischen Wirtschaft in eine Rezession gerät.

Unter den einzelnen Marktsegmenten verzeichnete der Bankensektor überdurchschnittlich hohe Kursverluste. Die Citigroup hatte vorbörslich ihren Bericht zum vierten Quartal veröffentlicht. Wegen der Hypothekenkrise hatte die Bank das Quartal mit einem Verlust von 9,83 Milliarden Dollar abgeschlossen. Außerdem sah sich die Citigroup gezwungen, Rückstellungen für etwaige Ausfälle von Kreditkartenschulden und Konsumentenkrediten zu bilden.

Die zunehmenden Zahlungsausfälle blieben nicht auf den Hypothekenmarkt beschränkt, sondern erfassten auch andere Bereiche des Kreditwesens, merkte ein Beobachter an. Die Aktie der Citigroup fiel um 7,3 Prozent auf 26,94 Dollar. Ebenfalls im Bankensektor gaben Merrill Lynch um 5,3 Prozent auf 53,01 Dollar nach. Ebenso wie die Citigroup erhält auch Merrill eine Kapitalspritze von ausländischen Investoren.

Weitere Themen

Topmeldungen

Erholung im Low-Covid-Sommer vor der vierten Welle: Cihan Çelik im Klinikum Darmstadt.

Lungenarzt Cihan Çelik : „Unser Team ist dezimiert“

In Deutschland sinken die Fallzahlen. Oberarzt Cihan Çelik berichtet, wie es jetzt auf der Isolierstation im Klinikum Darmstadt aussieht, was mit der Delta-Variante auf uns zukommt und wie sinnvoll die Maskenpflicht noch ist.
Die 28 Jahre alte Annalena Baerbock 2009 auf dem Landesparteitag von Bündnis90/Die Grünen in Angermünde (Uckermark).

Buch von Annalena Baerbock : Ein konsensfähiges Leben

Wenn irgendwo was rumliegt, räumt sie es auf: Wie Annalena Baerbock in ihrem Buch „Jetzt“ die neue Rolle der Grünen zu verkörpern versucht.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.