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Frühaufsteher : Der Dax kämpft mit der Marke von 7500 Punkten

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Vor allem Finanzwerte gehörten nach den schwachen Zahlen der größten amerikanischen Bank Citigroup zu den Verlierern. So verbilligten sich die Aktien der zweitgrößten japanischen Bank Mizuho Financial um knapp neun Prozent. Zudem litten Exportwerte unter einem Anstieg des Yen, der zum Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren kletterte.

Die Papiere des Autobauers Toyota verloren vier Prozent, die des Elektronikkonzerns Sony 6,7 Prozent.

Rezessionsängste drücken Ölpreis

Der amerikanische Ölpreis hat am Mittwoch nach deutlichen Kursverlusten am Vortag weiter nachgegeben. Die Anfang des Jahres kurzzeitig übersprungene Marke von 100 Dollar gerät damit weiter aus dem Blickfeld. Bereits am Dienstag hatte der amerikanischen Ölpreis über zwei Dollar nachgegeben, nachdem der saudische Öl-Minister Ali al-Naimi die Bereitschaft seines Landes zur Ausweitung der Ölförderung signalisiert hatte.

Die Angst vor einer Rezession hat den Ölpreis am Dienstag in New York deutlich nachgeben lassen. An der Rohstoffbörse Nymex fiel der nächstfällige Februar-Kontrakt auf Rohöl der Sorte Light, Sweet Crude um 2,4 Prozent oder 2,30 Dollar auf einen Settlementpreis von 91,90 Dollar.

Im Verlauf sank der Kontrakt bis auf 90,98 Dollar. Schwache Konjunkturdaten hatten Befürchtungen verstärkt, dass die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten schrumpfen und die Nachfrage nach Öl in der Folge zurückgehen könnte, sagten Marktteilnehmer. In der letzten Handelsstunde verringerte der Ölpreis seine Verluste, nachdem aus Nigeria Nachrichten über neue gewalttätige Übergriffe der Rebellen im Nigerdelta gekommen waren.

Das amerikanische Handelsministerium hatte am Berichtstag gemeldet, dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 0,4 Prozent gesunken waren. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um nur 0,1 Prozent gerechnet. Offenbar schlügen sich die Krise des amerikanischen Immobilienmarkts und die hohen Ölpreise nun auch im Konsumverhalten der Bürger nieder, kommentierten Beobachter die Daten.

Selbst wenn die amerikanische Notenbank, wie weithin erwartet, die Leitzinsen senke und der Dollar abwertete, würde das dem Ölpreis nur wenig helfen. Kurzfristig werde sich der Markt aber an den Daten zu den Öllagerbeständen der amerikanischen Regierung orientieren, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

Etwas Unterstützung erhielt der Ölpreis am Berichtstag von der Meldung, dass bei einer Explosion in der Ölregion Nigerias ein leitender Mitarbeiter der Ölindustrie getötet worden sei. Die Rebellen des Movement for the Emancipation of the Niger Delta bezichtigte sich der Tat.

Nachbörsliche Meldungen aus Amerika - Intel-Aktien brechen ein

Die amerikanischen Handelsplätze zeigten sich am Dienstag nachbörslich schwach. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator fiel 2,11 Prozent auf 1854,05 Zähler.

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