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Frühaufsteher : Der Dax beginnt schwächer unter 7400 Punkten

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die Angst vor einer Rezession dominiert wieder. Positiv wirkte in Asien jedoch die Ankündigung eines Konjunkturpakets in Amerika. Deutsche Aktien tendieren schwächer. Investoren nehmen das Dax-Tief vom Sommer 2007 ins Visier.

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          Angesichts sehr schwacher Vorgaben sind die deutschen Aktienindizes am Freitag schwächer in den Handel gestartet. Der Dax legte in den ersten Handelsminuten leicht zu und fiel dann aber schnell unter 7400 Zähler.

          Der Dow Jones hatte am Vorabend wie die anderen amerikanischen Indizes nahe dem Tagestief sehr schwach geschlossen und im Vergleich zum Xetra-Schluss 203 Punkte verloren. Ein Händler relativierte aber die schwachen Vorgaben: „Nach dem ungebremsten Kursrutsch des Dax um 700 Punkte seit Jahresbeginn und den noch stärkeren Verlusten bei Nebenwerten dürfte dann aber mal eine Gegenreaktion drin sein“, sagte er.

          Am Morgen stand der Dow-Future zuletzt 100 Punkte im Plus. Die Börsen in Asien sind am Morgen ebenfalls nicht mehr abgerutscht, der Nikkei 225 schloss leicht im Plus. Am Nachmittag dürften Daten zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die Frühindikatoren in den Vereinigten Staaten für Impulse sorgen.

          Händler bewerten den vorsichtigen Ausblick des Industriekonzerns ThyssenKrupp negativ. Der Vorsteuergewinn (EBT) von 700 Millionen liege zwar etwas über den Prognosen, sei aber kein großer Trigger, sagte ein Händler. Aktuell laufe das Geschäft noch gut, das werde aber quasi noch abgearbeitet werden. Wichtiger sei alles, was Aufschlüsse über die Zukunft bringen könne, wie etwa der Auftragseingang. Dieser sei aber noch nicht genannt worden. Die Prognosen seien unterdessen unter dem Vorbehalt gegeben worden, dass sich die Konjunktur wie erwartet entwickelt. Das dürfte sich negativ auf den Wert auswirken. Nach den bullishen Aussagen von Salzgitter am Vortag habe er mehr erwartet.

          Die amerikanische Vorgabe ist unterdessen negativ: Der Dow Jones hatte zwar am Vorabend wie die anderen amerikanischen Indizes nahe dem Tagestief sehr schwach geschlossen und im Vergleich zum Xetra-Schluss 203 Punkte verloren. Am Morgen stand der Dow-Future aber um 84 Punkte im Plus. Die Börsen in Asien rutschten am Morgen nicht mehr weiter ab. Der Nikkei 225 schloss leicht im Plus. ThyssenKrupp rücken mit Quartalszahlen in den Fokus.

          Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach vorübergehender Erholung leichter geschlossen. Der Dax fiel um 0,8 Prozent oder 58 auf 7.413 Punkte, nach einem Tageshoch bei 7.547. Umgesetzt wurden Aktien für 9,3 Milliarden Euro nach 12,8 Milliarden Euro am Vortag.

          Grund für die Verluste war der Philadelphia Fed Index, der sich im Januar massiv auf minus 20,9 Punkte von minus 5,7 abgeschwächt hat und damit nicht nur deutlich unter den Erwartungn blieb, sondern auch auf eine amerikanische Rezession hindeutet. „Bislang legen regionale Indizes somit nahe, dass der spürbare Rückgang des ISM-Index unter 50 Punkte kein Ausreißer war,“ meinten die Volkswirte der Postbank.

          Darüber hinaus lasse der Philly Fed, der der Entwicklung des ISM Index zuletzt recht nahe kam, fürchten, dass letzterer im Januar noch weiter nachgeben könnte. Die amerikanischen Baubeginne sanken im Dezember um fast 15 Prozent und lagen damit deutlich unter den Erwartungen. Sie erreichten damit den niedrigsten Stand seit dem Frühjahr 1991. Gleichzeitig wurde der Vormonatswert noch etwas nach unten korrigiert.

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