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Frühaufsteher : Dax verbucht leichte Kursverluste

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Die Börsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus. In Tokio belasteten Sorgen um eine Abkühlung der japanischen und chinesischen Wirtschaft sowie ein starker Preisanstieg im Großhandel die Märkte. Zu den Verlieren gehörten Stahlhersteller und Minenbetreiber. Positiv nahmen Händler dagegen den Anstieg des Dollarkurses und den Rückgang des Ölpreises auf. Davon profitierten vor allem stark exportabhängige Unternehmen aus der Elektronik- und Automobilbranche. Auch Bankwerte legten zu. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index knapp ein Prozent auf 13.303 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 1271 Punkte. „Es gibt große Sorgen über die Wirtschaft, nicht nur in China, sondern auch in anderen Wachstumsmärkten“, sagte Händler Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. „Ich bin nicht sicher, ob die Menschen Angst vor der Zeit nach den Olympischen Spielen haben, aber Investoren machen sich zweifellos Sorgen wegen der fallenden Aktienkurse.“ Bestärkt wurden diese Bedenken durch einen Anstieg der japanischen Großhandelspreise. Sie legten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 7,1 Prozent zu, dem stärksten Anstieg seit 1981. Das erzeugte bei manchen Händler Rezessionsängste. „Der aktuelle Preisanstieg ist nicht auf eine hohe Nachfrage zurückzuführen und wird die Aktivitäten von Unternehmen und Konsumenten belasten. Das ist schlecht für Japans Wirtschaft“, sagte Analyst Takeshi Minami vom Norinchukin Research Institute. Zu den Verlierern auf dem Parkett gehörten die Papiere des Stahlkonzerns Nippon Steel, die 4,6 Prozent nachgaben. Auch die Aktien von Sumitomo Metal Mining verbilligten sich um 3,1 Prozent. Zu den Gewinnern zählten die Papiere von Honda, die um 2,7 Prozent zulegten. Japan Logistics gewannen 3,2 Prozent. Die Aktien profitierten vor allem von einem Rückgang des Ölpreises. Dieser lag mit 113 Dollar für ein Fass der US-Sorte WTI über zwanzig Prozent tiefer Lag als noch im Juli. Vom erneut etwas stärkeren Dollar, der gegenüber der japanischer Währung mit 110,12 Yen gehandelt wurde, profitierten exportabhängige Unternehmen wie der Elektronik- und Kamerahersteller Canon, dessen Papiere um 0,7 Prozent zulegten. Der Kurs des Sportartikelausrüster Goldwin, der unter anderem Produkte der Marke Speedo vertreibt, schoss dank der Olypischen Spiele sogar um 21 Prozent nach oben. Auch Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ Financial legten zu. Die Aktien von Japans größter Bank stiegen um 0,2 Prozent, die Nummer zwei Mizuho Financial Group gewann 1,4 Prozent.

Aktien in Hongkong tendieren am Mittag fest

Shorteindeckungen lassen den Aktienmarkt in Hongkong am Dienstagmittag (Ortszeit) fest tendieren. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte steigt der Hang-Seng-Index (HSI) um 1,7 Prozent auf 22.236 Punkte. Während des Vormittags erreichte der Index bei 21.798 Punkten sein Tagestief. Die Umsätze seien mit 39,14 Milliarden Hongkong-Dollar deutlich höher als am Montag, sagen Händler. Bemerkenswert sei überdies, dass der HSI im Plus notiere, obwohl Index-Schwergewicht China Mobile um 2,4 Prozent auf 96,65 Hongkong-Dollar nachgibt. Foxconn verteuern sich um 15,6 Prozent auf 8,97 Hongkong-Dollar, notieren aber immer noch knapp 50 Prozent unter dem Kursniveau, das die Aktie zu Jahresbeginn aufwies. Chalco steigen um 6,1 Prozent auf 6,77 Hongkong-Dollar und Shenhua um 7,7 Prozent auf 25,80 Hongkong-Dollar.

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