https://www.faz.net/-gv6-6okba

Frühaufsteher : Dax tendiert zum Wochenbeginn freundlich

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag gut behauptet in den Handel gestartet. Händler verwiesen auf positive Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Japan. Die Börsen in Übersee hatten sehr fest geschlossen.

          9 Min.

          Etwas fester ist der Dax in die neue Woche gestartet. Händler verweisen zum einen auf das freundlichere Umfeld, den weiterhin recht starken Dollar. So liegt der Euro zwischenzeitlich zwar wieder über der Marke von 1,50 Dollar, doch weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau. Ferner sei der Ölpreis trotz der Unruhen im Kaukasus nur leicht gestiegen, was den Markt beruhige.

          Gegen 10.22 Uhr steht der Dax bei 6.584 Punkten mit 0,3 Prozent im Plus. Sollte der deutsche Leitindex den Widerstand um 6.580 Punkte überwinden, sei ein Anstieg in den Bereich zwischen 6.650 und 6.730 Punkten möglich, so die technischen Analysten von Staud Research. Unterstützt sei der Dax bei 6.320 Punkten.

          An der Spitze des deutschen Leitindex stehen BMW und Daimler. BMW klettern um 4,2 Prozent auf 30,68 Euro und Daimler um 3,3 Prozent auf 43,15 Euro. Beide profitieren im Zuge des fallenden Ölpreises von Umschichtungsbewegungen, wie es von Händlern heißt. Am Wochenende hatte „auto motor und sport“ unter Berufung auf Unternehmenskreise beider Hersteller zudem berichtet, dass die Unternehmen eine Einkaufskooperation eingehen wollen, um beim Kauf von Komponenten Kosten einzusparen. Infineon setzen unterdessen die Gewinne der Vorwoche fort und steigen um 2 Prozent auf 5,84 Euro.

          Schwach zeigen sich hingegen Tui mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 14,76 Euro. Die Analysten von Morgan Stanley haben das Kursziel für die Aktie auf 12 von 17 Euro gesenkt. Sie begründen dies mit unbestätigten Presseberichten, wonach vorläufige Gebote für die Frachttochter Hapag-Lloyd preislich unter den Erwartungen von 5 Milliarden Euro liegen und auch unter dem vom Tui-Managament gesetzten Mindestpreis von 4 Milliarden Euro.

          Eon und RWE leiden unter Umschichtungsbewegungen. Anleger verkaufen laut Händlern die zuletzt übergewichteten Versorger-Aktien. Hintergrund sei der zuletzt rückläufige Ölpreis. RWE verlieren 1,4 Prozent auf 74,94 Euro und E.On geben um 1 Prozent auf 38,37 Euro nach.

          Im TecDax steigen QSC nach der Vorlage von Zahlen um 8,9 Prozent auf 2,36 Euro. Mit den Ergebnissen zufrieden zeigt sich die LBBW. Unter anderem sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) besser als die Konsensschätzungen ausgefallen. Zudem sei es ein gutes Zeichen, dass die Erhöhung der Prognose bereits jetzt erfolgt sei. Das Unternehmen hätte sich damit auch noch ein Quartal Zeit lassen können

          Leichte Kursgewinne am Rentenmarkt erwartet

          Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Montag mit einer gut behaupteten Tendenz. „Der Konflikt zwischen Georgien und Russland dürfte dem 'sicheren Hafen' der Staatsanleihen einigen Zulauf bescheren“, schreiben die Experten der HSH Nordbank in einem Morgenkommentar. Der richtungweisenden Euro-Bund-Future werde sich dabei in einer Handelsspanne zwischen 113,19 und 114,01 Punkten bewegen. Von den heutigen Konjunkturdaten sei alleine der französischen Industrieproduktion zuzutrauen, Spuren im Kursverlauf der Staatsanleihen zu hinterlassen. Im frühen Handel liegt der Bund-Future mit einem Minus von einer Stelle bei 113,57 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Frankfurt am Main : Stadt der Türme

          Nicht nur den Banken hat Frankfurt seine in Deutschland einzigartige Skyline zu verdanken. Auch Gewerkschaften und Seifenfabrikanten bauten schon Hochhäuser. Wir zeigen die größten und schönsten.

          Bei Vortrag angegriffen : Weizsäcker-Sohn in Klinik getötet

          Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten, ist von einem Angreifer in Berlin bei einem Vortrag erstochen worden. Der Täter wurde festgenommen, über sein Motiv besteht noch Unklarheit.
          Derzeit besonders im Blickpunkt, aber schweigsam: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann mit seiner Frau Zübeyde

          Vorwürfe gegen Feldmann : Die Stille nach dem Knall

          Die Frau des Frankfurter Rathauschefs Peter Feldmann soll als Kita-Leiterin außer einem Dienstwagen auch ein erhöhtes Gehalt beziehen. Eine politische Affäre wird daraus, falls Feldmann Einfluss genommen hat.

          Braunau : In Hitlers Geburtshaus zieht die Polizei ein

          Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat Österreich angekündigt, das Geburtshaus von Adolf Hitler in eine Polizeistation umzuwandeln. Das Haus dürfe „niemals ein Ort zum Gedenken an den Nationalsozialismus sein", so Innenminister Peschhorn.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.