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Frühaufsteher : Dax tendiert knapp behauptet

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Nach gut behauptetem Start ist der deutsche Aktienmarkt ins Minus gerutscht. Seit dem 19. Mai hat der Dax inzwischen zwar rund 800 Punkte eingebüßt, auf eine Trendwende deutet laut Händlern aber nach wie vor nichts hin.

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          Nach gut behauptetem Start ist der deutsche Aktienmarkt ins Minus gerutscht. Der Dax verliert 11 Punkte oder 0,2 Prozent auf 6.429. Seit dem 19. Mai hat der Dax inzwischen zwar rund 800 Punkte eingebüßt, auf eine Trendwende deutet laut Händlern aber nach wie vor nichts hin. „Der Ölpreis hat sich über 140 Dollar festgesetzt und der Euro neigt weiter zur Stärke“, sagt ein Händler zu den Hauptbelastungsfaktoren. Der MDax legt um 0,06 Prozent auf 9077 Zähler zu, wogegen der TecDax 0,1 Prozent auf 771 Punkte verliert.

          Technisch ist der Dax am Jahrestief vom 17. März bei 6.168 Punkten unterstützt. Ein kurzfristiger Widerstand liegt bei 6.500 Punkten. Die Verbraucherpreise in der Eurozone im Juni und der Index der Einkaufsmanager der Region Chicago im Juni dürften im Tagesverlauf die wichtigsten Konjunkturdaten sein, die die Märkte bewegen könnten.

          Sowohl bei den Dax-Schwergewichten als auch bei den Nebenwerten halten sich die Kursbewegungen in engen Grenzen. Deutsche Börse legen 1,1 Prozent auf 72,27 Euro zu. Händler werten dies als technische Gegenbewegung auf die hohen Kursverluste der vergangenen Wochen. Equinet hat zudem die Aktie auf „Kaufen“ hoch gestuft. Epcos geben um 2,7 Prozent auf 11,17 Euro nach. Merrill Lynch hat die Aktie auf „Underperform“ von zuvor „Neutral“ gesenkt.

          Rentenmärkte tendieren knapp behauptet

          Knapp behauptet tendieren die Renten-Futures am Montagvormittag. Der Bund-Future mit Fälligkeit im September gibt einen Basispunkt auf 111,22 Prozent, der Bobl-Future 4 Basispunkte auf 106,37 Prozent nach.

          Impulsgeber von der Konjunktur sind zum Wochenauftakt Verbraucherpreise in der Eurozone im Juni und der Index der Einkaufsmanager der Region Chicago im Juni. „Nach den enttäuschenden Zahlen in den letzten Wochen erwarten wir für die ISM-Indizes niedrigere Stände als im Mai, was auf eine anhaltende Schwächephase der amerikanischen Wirtschaft hindeuten sollte“, prognostiziert die Deutsche Bank.

          „Der Bund-Future hat den nächsten Widerstand bei 111,54 Prozent im Visier“, schreibt HSBC Trinkaus & Burkhardt. Hier markierte der Bund-Future am Freitag das Tageshoch. Darüber lägen bei 112,18 Prozent und 112,60 Prozent die nächsten technischen Hürden. Unterstützt sei der
          Kontrakt bei 111,19 Prozent und 110,76 Prozent.

          Euro steigt in Richtung 1,58 Dollar

          Der Kurs des Euro ist am Montag leicht gestiegen und hat sich der Marke von 1,58 Dollar angenähert. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,5790 Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Ein Dollar war am Montag 0,6331 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,5748 (Donnerstag: 1,5731) Dollar festgesetzt.

          Zum Wochenstart stehen laut Experten vor allem Preisdaten aus den Euroraum und Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten im Fokus. Nach einer Rekordinflation von 3,6 Prozent im Mai rechnen Volkswirte im Schnitt mit einem weiteren Preisschub auf 3,9 Prozent. In den Vereinigten Staaten wird der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago veröffentlicht.

          Ölpreis hält sich in der Nähe seines Rekordhochs

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