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Frühaufsteher : Dax startet dank positiver Vorgaben freundlich

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Angetrieben von Fusionsfantasien im Bankensektor, guten Auslandsvorgaben, dem festeren Dollar und dem etwas niedrigeren Ölpreis ist der Deutsche Aktienmarkt am Montag zunächst freundlich in die neue Handelswoche gestartet, konnte aber die frühen Gewinne nicht halten.

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          Angetrieben von Fusionsfantasien im Bankensektor, guten Auslandsvorgaben, dem festeren Dollar und dem etwas niedrigeren Ölpreis ist der Deutsche Aktienmarkt am Montag zunächst freundlich in die neue Handelswoche gestartet, konnte aber die frühen Gewinne nicht halten.

          Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 6.782 Punkte. Für den MDax mittelgroßer Werte geht es um 0,4 Prozent auf 9609 Punkte nach oben. Der TecDax legt um 1,3 Prozent auf 826 Zähler zu. Aus technischer Sicht treffe der Dax um 6.850 Punkte auf starke Widerstände wie den kurzfristigen Abwärtstrend, so technische Analysten. Unterstützt sei der Dax bei den jüngsten Tiefs bei 6.637 Punkten.

          Neue Impulse könnten am Nachmittag von amerikanischen Konjunkturdaten ausgehen. So werden kurz vor Börseneröffnung an Wall Street der Empire-State-Manufacturing-Index Juni sowie der Saldo der Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren für April veröffentlicht.

          Das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmen erneut die Finanzwerte. Im Fokus stehen Spekulationen über eine Konsolidierung des deutschen Bankensektors. Neben einem Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank sei auch eine Dreierkonstellation
          mit der Postbank möglich, heißt es mit Blick auf einen Bericht des „Focus“, wonach die Dresdner Bank auch für die Postbank die Bücher öffne. Commerzbank gewinnen 1,7 Prozent auf 21,51 Euro, Allianz 1,6 Prozent auf 119,19 Euro und die Postbank 0,6 Prozent auf
          60,84 Euro.

          Trotz des gesunkenen Ölpreises geraten Lufthansa unter Druck. Die Aktien verlieren 1,2 Prozent auf 15,53 Euro, nachdem die Analysten von Goldman Sachs mit Blick auf hausinterne Prognosen für die Entwicklung des Ölpreises den Flugliniensektor unter die Lupe genommen haben. Im Rahmen der Überarbeitung der Sektoreinstufung haben die Analysten das Lufthanssa-Kursziel um 1,50 Euro auf 14,50 Euro gesenkt und die „Neutral“-Einstufung bestätigt.

          Den bisher größten Kurszuwachs verzeichnen ProSiebenSat.1 im MDax. Die Aktien des Medienunternehmens steigen um 3,1 Prozent auf 7,63 Euro. Händler beurteilen den Verkauf der skandinavischen Pay-TV-Sparte C More Group mit Blick auf die Finanzsituation des
          Medienunternehmens positiv. ProSieben brauche Geld, heißt es am Markt. Durch eine niedrigere Zinsbelastung könnte nun die Verschuldungsquote sinken.

          Rentenmärkte tendieren uneinheitlich

          Uneinheitlich die Renten-Futures am Montag. Der September-Kontrakt auf den Bund gewinnt 19 Basispunkte auf 110,04 Prozent, der Bobl-Future notiert dagegen sieben Basispunkte niedriger bei 105,45 Prozent.

          Für neue Impulse am Anleihenmarkt könnten am Nachmittag amerikanischen Konjunkturdaten sorgen. So werden der Empire-State-Manufacturing-Index Juni sowie der Saldo der Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren für April veröffentlicht.

          Wie erwartet, habe sich der Renten-Future Ende vergangener Woche nicht aus dem Abwärtstrend in Richtung des Sommertief bei 109,56 Prozent lösen können, so die technischen Analysten der LBBW. Daher spreche vieles dafür, das es für den September-Kontrakt auf
          den Bund auch zum Wochenstart gen Süden gehen werde. Bei einem Bruch der 109,56 Prozent werde der Weg „zügig“ zur Marke von 108,85 Prozent führen. Lediglich ein Bruch der 110,90 Prozent als Stundenschluss stabilisiere und leite eine Korrektur des Rentenfuture ein.

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