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Frühaufsteher : Dax sinkt nach positivem Auftakt ins Minus

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag uneinheitlich in den Handel gestartet. Nach einem gut behaupteten Auftakt büßte der Dax seine frühen Gewinne bereits in den ersten Handelsminuten wieder ein. Neben Adidas haben zahlreiche MDax-Unternehmen einen Blick auf ihre Zwischenbilanz gewährt.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag uneinheitlich in den Handel gestartet. Nach einem gut behaupteten Auftakt büßte der Dax seine frühen Gewinne bereits in den ersten Handelsminuten wieder ein. Zuletzt sank er um 0,05 Prozent auf 6346,83 Zähler. Der MDax fällt um 0,9 Prozent auf 7976 Punkte, während der TecDax um 0,4 Prozent auf 751 Zähler zulegt.

          Neben dem im Dax notierten Sportartikelhersteller adidas haben zahlreiche MDax-Unternehmen bereits vor Börsenstart einen Blick auf ihre Zwischenbilanz gewährt.

          Der Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal mehr Gewinn erwirtschaftet als erwartet. Die Börsianer honorieren dies mit einem Kursanstieg von 4,77 Prozent auf 40,20 Euro. Die Zahlen seien auf den ersten Blick besser ausgefallen als erwartet, sagte ein Händler. Dies gelte insbesondere für die Ergebnisseite, wo die Erwartungen auf operativer Ebene klar und beim Überschuss ebenfalls leicht übertroffen worden seien.

          Aktien der Allianz reagieren lediglich mit einem Kursanstieg von 0,32 Prozent auf 109,07 Euro auf Medienberichte, denen zufolge die China Development Bank an der Tochter Dresdner Bank interessiert ist. Börsianer äußerten sich skeptisch. Zwar wäre es für den Versicherungskonzern eine gute Nachricht, wenn es neben der Commerzbank weitere potentielle Käufer für die Banktochter gäbe. Allerdings sei mit erheblichen politischen Widerständen zu rechnen, falls die Dresdner Bank an einen chinesischen Investor veräußert würde. Wahrscheinlicher sei insofern eine europäische Lösung.

          Rentenmärkte etwas fester

          Etwas fester tendieren die deutschen Renten-Futures am Dienstag. Der September-Kontrakt auf den Bund-Future steigt um 14 Basispunkte auf 112,76 Prozent, der Bobl-Future legt um 4 Basispunkte auf 107,495 Prozent zu.

          Impulse von der Konjunkturseite dürfte der Rentenhandel im Verlauf der Sitzung unter anderem von den Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor des Euroraums und der Vereinigten Staaten erhalten. Am Abend wird dann die geldpolitische Entscheidung der amerikanischen Notenbank in den Blickpunkt der Marktteilnehmer rücken.

          Volkswirte rechnen im Mittel ihrer Prognosen damit, dass die amerikanischen Notenbank ihren Leitzins unverändert lassen wird. „Daher wird man im begleitenden Kommentar zwischen den Zeilen lesen müssen“, sagt ein Händler.

          Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Bund laut Jürgen Meyer, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, unverändert in einem Aufwärtstrend. Auf Basis einer 38,2 Prozent-Korrektur liege das nächste Anlaufziel bei 113,04 Prozent. Nur ein Bruch der 112,25 Prozent als Stundenschluss lasse auf eine Trendermüdung schließen und bringe einen Test der Marke von 111,65 Prozent mit sich.

          Euro sinkt in Richtung 1,55 Dollar

          Der Euro ist am Dienstag in Richtung 1,55 amerikanischen Dollar gesunken. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,5530 Dollar, nachdem sie am Vorabend zeitweise über 1,56 Dollar notiert hatte. Ein Dollar war am Dienstag 0,6439 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,5566 (1,5574) Dollar festgesetzt.

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