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Frühaufsteher : Dax nach freundlichem Start wenig verändert

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Kaum verändert zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen, nachdem er unmittelbar zum Auftakt des Handels noch deutlich zugelegt hatte.

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          Kaum verändert zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen, nachdem er unmittelbar zum Auftakt des Handels noch deutlich zugelegt hatte. Der Dax steigt gegen 9.34 Uhr um 0,2 Prozent oder 12 auf 6.094 Punkte, nachdem er im Hoch bereits 6.136 Zähler erreicht hatte. Die zunächst überschrittene 6.100er-Marke kann damit zunächst nicht verteidigt werden. Auf erste Widerstände treffe der Dax aus technischer Sicht bei 6.200 und 6.250 Punkten, heißt es am Markt. Unterstützung dürfte weiterhin die 6.000er Marke bieten. Am Nachmittag dürften dann von neuen amerikanische Daten wie den Verbraucherpreisen, der amerikanische Industrieproduktion und der amerikanische Kapazitätsauslastung neue Impulse ausgehen.

          Händler sprechen von positiven Vorlagen von der amerikanische Berichtssaison, namentlich Intel. Umsatz und Gewinn von Intel sind im zweiten Quartal oberhalb der Erwartung ausgefallen. Infineon verlieren dennoch inzwischen 0,2 Prozent auf 4,36 Euro, möglicherweise belastet von einem negativen Ausblick des Wettbewerbers ASML, dessen Aktie um über 10 Prozent einbricht. Epcos verbessern sich dagegen um 2,3 Prozent auf 12,38 Euro.

          Lufthansa profitieren etwas von der deutlichen Entspannung beim Ölpreis, während die Bankenaktien entgegen den Erwartungen ihre überverkaufte Lage nicht abbauen können und weiter nachgeben. Viele Anleger warten hier auf erste Quartalszahlen der amerikanische Banken. Vor allem Allianz geben weiter nach und bremsen so die Dax-Erholung. Zur Allianz heißt es, ein Verkauf der Dresdner Bank könnte zu Abschreibungsbedarf führen, falls nur ein vergleichsweise niedriger Preis erzielt würde. Allianz fallen um 2,4 Prozent auf 100,07 Euro.

          Zuvor war für den Sektor Hoffnung auf eine kräftige Erholung laut geworden, da die amerikanische Börsenaufsicht SEC über eine Einschränkung von Leerverkäufen auf Bankenwerte nachdenke. „Wenn das durchkommt, dürfte damit eine kräftige Erholung erzwungen werden“, so ein Händler.

          Continental zeigen wie erwartet einen kleinen Rücksetzer um 1 Prozent auf 72,72 Euro. Das Unternehmen hat am Morgen das Schaeffler-Gebot von gut 69 Euro als zu niedrig zurückgewiesen. Längerfristig halten Händler ein höheres Angebot für möglich: Sehr gute Zahlen des schwedischen Schaeffler-Konkurrenten SKF seien ein Indiz dafür, dass es auch Schaeffler finanziell gut gehe, heißt es.

          Deutsche Telekom notieren knapp im Plus. In den Vereinigten Staaten hatte die Branche zu den stärksten gehört. Dort stützten Übernahmegerüchte für Sprint-Nextel. Bei den Nebenwerten gibt es kaum Nachrichten: Lanxess steigen nach einer Hochstufung durch die Credit Suisse auf „Outperform“ um rund 5 Prozent auf 24,70 Euro und setzen sich damit an die Spitze im MDax. Südzucker geben um 0,2 Prozent nach auf 11,61 Euro. Der gesenkte Ausblick durch die Ratingagentur Fitch spiele keine Rolle, heißt es im Handel.

          Europäische Rentenmärkte leicht freundlich erwartet

          Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Mittwoch mit einer leicht freundlichen Tendenz. Die Staatsanleihen dürften im Spannungsfeld zwischen der deutlich gestiegenen Inflation in den Vereinigten Staaten und der Eurozone auf der einen Seite und der Angst vor schlechten Nachrichten aus der Bankenwelt andererseits stehen, heißt es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Insgesamt sei eine leichte Aufwärtsbewegung zu erwarten. Den richtungsweisenden Euro-Bund-Future sehen die Experten im Tagesverlauf zwischen 112,15 und 112,90 Punkten. Im frühen Handel liegt der Bund-Future mit einem Minus von neun Stellen bei 112,33 Prozent.

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