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Frühaufsteher : Dax löst sich von negativen Vorgaben

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die deutschen Standardwerte haben sich am Donnerstagmorgen von negativen Vorgaben der Börsen aus New York und Tokio gelöst. Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 6678 Punkte. Gefragt sind insbesondere die Aktien der BASF.

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          Die deutschen Standardwerte haben sich am Donnerstagmorgen von negativen Vorgaben der Börsen aus New York und Tokio gelöst. Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 6678 Punkte. Beim MDax mittelgroßer Werte stehen hingegen leichte Verluste von 0,06 Prozent zu Buche. Der TecDax gibt 0,7 Prozent auf 799 Zähler nach. Gefragt sind insbesondere die Aktien der BASF, die 1,2 Prozent zulegen. Verkauft werden dagegen die Daimler-Titel, die 1,1 Prozent nachgeben.

          Renten tendieren leichter

          Nach gut behauptetem Start tendieren die Rentenmärkte am Donnerstag abermals leichter. Der September-Kontrakt auf den Bund verliert zehn Basispunkte auf 110,59 Prozent, der Bobl-Future ebensoviel auf 105,98 Prozent. Während der Bund-Future in den ersten drei Monaten das Jahres von kräftigen Abschlägen an den Aktienmärkten als „sicherer Hafen“ profitieren konnte, zeigt er sich momentan von der Entwicklung am Aktienmarkt unbeeindruckt.

          Vielmehr wird im Anleihehandel auf die Konjunkturdaten geschaut, aus denen sich eine mögliche Zinspolitik der Notenbanken ablesen lässt. Aus den Vereinigten Staaten stehen am Nachmittag gleich eine ganze Reihe von Daten zur Veröffentlichung an.

          Charttechnisch befindet sich der September-Kontrakt weiterhin in seinem übergeordneten Abwärtstrend. Die untere Trendlinie dieses Abwärtskanals verläuft nach Aussage technischer Analysten bei 110,20 Prozent. Ein Unterschreiten dürfte für verstärkten Abgabedruck sorgen, die nächste Zielmarke würde dann bei 109,56 Prozent liegen. Die obere Begrenzung des Abwärtstrends bei 111,55 Prozent bildet dagegen den entscheidenden Widerstand.

          Euro fällt deutlich unter 1,55 Dollar

          Der Eurokurs ist am Donnerstagmorgen deutlich unter 1,55 Dollar gefallen. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,5464 Dollar. Ein Dollar war damit 0,6464 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,5515 (Dienstag: 1,5526) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete 0,6445 (0,6441) Euro.

          Die an diesem Tag zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten könnten der Helaba zufolge dem Dollar unter die Arme greifen. Die Zahlen insbesondere zur Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes und der Importpreise in den Vereinigten Staaten dürften die Zinserhöhungsfantasien für die amerikanischen Geldpolitik stärken, hieß es in einem Kommentar.

          Ölpreise sinken

          Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel gesunken. Ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 135,46 amerikanischen Dollar. Das waren 0,92 Dollar weniger als am Vortag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,05 Dollar auf 133,97 Dollar. In der Nacht war der WTI-Preis getrieben von überraschend deutlich gefallenen amerikanischen Vorräten an Rohöl noch bis auf 136,99 Dollar geklettert.

          „Es könnte eine schwankungsfreudige Zeit sein“, sagte Rohstoffstratege David Morre von der Commonwealth Bank of Australia. Es könne sein, dass der Markt etwas übertrieben habe. Möglicherweise gehe es aber auch weiter nach oben. Trotz der Schwankungsanfälligkeit sei der kurzfristige Trend nach oben gerichtet. „Ich denke, dass die Stimmung des Marktes sich über Nacht mehr in Richtung steigender Kurse entwickelt hat.“

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