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Frühaufsteher : Dax flirtet mit 6.500 Punkten

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die deutschen Aktien tendieren am Freitag dank positiver Vorgaben aus Übersee trotz schwacher Konjunkturzahlen freundlich. Nach dem Abebben der Zahlenflut rückten nun Übernahmespekulationen in den Fokus, heißt es.

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          Positive Vorgaben aus Übersee und Fusionsgerüchte haben den meisten deutschen Aktien am Freitag Gewinne beschert. Der Dax liegt nach den ersten 90 Handelsminuten mit einem Plus von einem Prozent bei 6.505 Punkten. Für den MDax ging es um 0,9 Prozent auf 8.436 Zähler nach oben. Der TecDax rückte 0,84 Prozent auf 780 Punkte vor. Die Papiere des Generikaherstellers Stada legen bis zu 12 Prozent zu, nachdem es wieder einmal Gerüchte über eine Übernahme gibt.

          Die europäischen Aktienmärkte sind am Freitag gut behauptet in den Handel gestartet. Börsianer führten positive Vorgaben als entscheidende Unterstützung an. Angeführt von Titeln des Autobauers General Motors und gestützt auf Kursgewinne bei Banktiteln hatten die amerikanische Börsen am Vorabend im Plus geschlossen und der Future auf den amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial stand am Morgen rund 20 Punkte über seinem Niveau zum europäischen Börsenschluss am Donnerstag. Der amerikanische Ölpreis sank auf 113,73 Dollar.

          Für den EuroStoxx ging es in den ersten Handelsminuten um 0,51 Prozent auf 3.374,07 Zähler nach oben und der Stoxx 50 gewann 0,40 Prozent auf 2.913,73 Zähler. Der französische CAC-40-Index stieg um 0,41 Prozent auf 4.420,91 Punkte. Der Londoner FTSE 100 legte 0,23 Prozent auf 5.509,90 Punkte zu.

          An der Spitze des EuroStoxx 50 standen Alcatel-Lucent mit plus 1,94 Prozent auf 4,205 Euro. Am Ende lagen Renault mit einem Minus von 1,66 Prozent auf 58,55 Euro. Goldman Sachs senkte das Votum von „Neutral“ auf „Sell“ und nannte als Kursziel 50 Euro.

          Angetrieben von Übernahmegerüchten sprangen etwa die Aktien des drittgrößten deutschen Generikaherstellers Stada Arzneimittel um 10,64 Prozent auf 35,56 Euro nach oben und setzten sich damit an die MDax-Spitze. Im milliardenschweren Markt für Nachahmermedikamente könnte es erneut zu einer Fusion kommen. Derzeit wird abermals über eine Übernahme von Stada spekuliert. Branchenführer Teva Pharmaceutical Industries führt einem Bericht der israelischen Tageszeitung „Globes“ zufolge Gespräche über den Kauf des Unternehmens aus Bad Vilbel. Sowohl STADA als auch Teva lehnten einen Kommentar ab. Ein Händler gab aber zu bedenken, dass der Branchenprimus Teva aktuell noch die Übernahmeofferte für den amerikanischen Konkurrenten Barr zu bewältigen habe.

          Commerzbank legten im Dax 1,38 Prozent auf 20,95 Euro zu. Händlern zufolge wird eine mögliche Verbindung von Commerzbank und Dresdner Bank wieder am Markt thematisiert. Einem Börsianer zufolge sollen die Verhandlungen um einen Zusammenschluss der Allianz-Tochter Dresdner Bank mit dem Institut in der heißen Phase sein und eine Entscheidung könne jederzeit kommen. „Es gibt sogar Gerüchte, dass der Merger bereits durch ist und eine Bekanntgabe angeblich spätestens am Montag erfolgt“, sagte ein Händler. Papiere des deutschen Versicherungsriesen Allianz stiegen um 0,83 Prozent auf 111,13 Euro.

          In dem Leitindex stiegen MAN als einer der gefragtesten Werte um 2,32 Prozent auf 66,72 Euro. Händler verwiesen auf eine positive Studie von Goldman Sachs, in der die Aktie auf die „Conviction Buy List“ gehoben wurde. Das von 120 auf 86 Euro gesenkte Kursziel biete immer noch Aufwärtspotential von 28 Prozent. Einerseits sei die Branche von kurzfristigen konsumbestimmten Risiken und höheren Input-Kosten betroffen. Ausgeglichen werde dies allerdings bei einigen Werten durch die fundamentale Bewertung.

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