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Frühaufsteher : Börse wartet auf EZB-Sitzung

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Wenig verändert startete der Aktienhandel in den Donnerstag. Erst die Europäische Zentralbank (EZB) könnte am Nachmittag für Bewegung sorgen. Eine Zinsveränderung wird jedoch nicht erwartet. Gewinnmitnahmen prägten die K+S-Aktie, nachdem diese als erster Rohstoffwert in den Dax aufsteigt.

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          Der Dax ist am Donnerstag mit kaum veränderten Kursen in den Tag gestartet. Wenige Minuten nach der Eröffnung notierte der Index mit 6467 Punkten exakt auf dem Niveau vom Vorabend. Erst im Laufe des Tages stehen einige Termine an, die die Aktienkurse deutlicher in die eine oder andere Richtung ziehen könnten: die Zinsentscheidung der EZB, Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und die wöchentlichen Öl-Lagerbestandsdaten aus Amerika.

          Auch die Vorgabe gebe insgesamt keine klare Richtung vor und vermutlich bringen erst die Zinsentscheidungen der Bank von England und der Europäischen Zentralbank (EZB) neue Bewegung, sagte Heino Ruland von Frankfurt Finance. Neue Impulse werden von der Sitzung der EZB erwartet sowie von neuen amerikanischen Daten wie dem ISM-Dienstleistungsindex oder den Erstanträgen für Arbeitslosenhilfe am Nachmittag.

          Zu den größten Verlierern zählten am Morgen die Aktien von Henkel mit einem Minus von 1,7 Prozent. Lehman Brothers hatte den Titel auf „Untergewichten“ heruntergestuft. Auch Tui verbuchten ein Minus von einem Prozent. Zum 22. September steigt die Aktie in den M-Dax ab und macht damit Platz für den Salz- und Düngemittelhersteller K+S. Dessen Titel fielen um über vier Prozent, da diese Entscheidung keine Überraschung für den Markt darstellte und die Aktie schon in Erwartung eines Dax-Aufstiegs deutlich zugelegt hatte. Mit K+S steigt erstmals ein Rohstoffkonzern in den Leitindex Dax auf.

          Auch die übrigen Entscheidungen im M-Dax, S-Dax und Tec-Dax waren so erwartet worden: Der Spezialtiefbaukonzern Bauer steigt für den Kölner Motorenbauer Deutz in den M-Dax. Deutz nimmt künftig den Platz von Bauer im S-Dax ein. In den Tec-Dax schaffte es der Börsenneuling SMA Solar, der BB Medtech vertreibt. Auch der Maschinenbauer Manz Automation ist künftig unter den größten Technologiewerten zu finden. Er ersetzt Ersol Solar Energy, die der Autozulieferer Robert Bosch fast vollständig übernommen hat. In den S-Dax steigen die Papiere des Heizungs- und Lüftungsspezialisten Centrotec Sustainable und des Kessel- und Güterwagenvermieters VTG auf. Den Index verlassen müssen Interhyp und D+S Europe.

          Unter den Standardwerten werden auch die Autotitel in den Fokus rücken, nachdem die Absatzzahlen für den amerikanischen Markt im August bekanntgegeben worden sind. Einzig Volkswagen konnte einen leichten Anstieg der Verkäufe melden, Daimler, BMW und Porsche dagegen erlitten einen Absatzrückgang. Allerdings entsprachen diese Bewegungen weitgehend den Markterwartungen.

          Kursverluste am Rentenmarkt

          Die europäischen Rentenmärkte haben am Donnerstag mit Kursverlusten eröffnet. Der Bund-Future, richtungsweisender Terminkontrakt auf deutsche Bundesanleihen, lag im frühen Handel 39 Basispunkte im Minus bei 114,02 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg von 1,410 auf 1,181 Prozent.

          Im Blickpunkt steht die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach Einschätzung von Experten wird sie den Leitzins im Euroraum auch im September konstant halten. Vor allem die anhaltend hohen Risiken für die Preisstabilität dürften die Notenbank trotz eines schwächeren Wachstums von einer Zinssenkung abhalten, argumentierten EZB-Beobachter.

          Euro vor EZB-Zinsentscheidung stabil

          Vor der Zinsentscheidung der EZB hat sich der Euro am Donnerstag stabilisiert. Mit Kursen um 1,4520 Dollar notierte die Gemeinschaftswährung am Morgen leicht über dem New Yorker Schlussniveau. Eine Zinsänderung durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird nicht erwartet. Doch dürften die Erläuterungen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Entscheidung sowie der Ausblick der EZB auf die Wachstums- und Inflationsentwicklung für Diskussionsstoff sorgen.

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