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Frauen und Karriere : Gläserne Decken

Eine Frau telefoniert mit einem Headset (Symbolbild) Bild: dpa

Frauen machen noch immer zu selten Karriere. Das können sie selbst mit ändern. Aber sie müssen sich auch trauen.

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          Natürlich gibt es sie noch, die gläsernen Decken. Frauen, die Karriere machen wollen, stoßen regelmäßig mit Wucht daran. Die Nachhaltigkeit aber schließt die Diskussion um diverse Teams in Führungsetagen mit ein. Das ist richtig so.

          Einige Großinvestoren haben angekündigt, Vorständen und Aufsichtsräten in Zukunft die Entlastung zu verweigern, wenn sie die Diversität nicht ernst genug nehmen. Das erhöht auch den Druck, Männerwirtschaft zu beenden. Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei. Das gilt aber auch für die Frauen selbst. Es ist an ihnen, in Unternehmen sichtbarer zu werden, ihre Stärken auszuspielen, strategisch wichtige Positionen zu besetzen und Netzwerke zu knüpfen.

          Dabei müssen sie das Rad gar nicht neu erfinden, denn gerade Letzteres haben Männer perfektioniert. Es gehört aber auch eine Politik dazu, die den Rahmen so setzt, dass Frauen und Männer gleichermaßen nicht nur Familie und Beruf, sondern auch Familie und Karriere stemmen können. Das wäre nicht nur im Sinne Einzelner, sondern auch im Sinne einer Gesellschaft, die auf erwerbstätige Frauen nicht verzichten kann – und zwar auf allen Ebenen.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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