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Zertifikate : Seidenstraße-Zertifikat könnte für Anleger ein lohnender Weg sein

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Bild: Credit Suisse

Die Länder, die um die sagenumwobene Seidenstraße herum liegen, erleben gerade einen wirtschaftlichen Aufschwung. Deshalb ist ein neues Zertifikat der Credit Suisse interessant, dass an den Börsen der Seidenstraßen-Ländern investiert.

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          Die traditionsreiche Seidenstraße genießt noch heute einen legendären Ruf. Sie erstreckte sich über die vier Regionen Afrika, Naher Osten und Nordafrika, die GUS-Staaten und die Türkei (seit mehr als 2000 Jahren verbindet ein Netz von Karawanenstraßen und Handelswegen China mit dem Westen. Lange Zeit war es die einzige Verbindung zwischen Ost und West, und Handelsgüter sowie politische, kulturelle und religiöse Entwicklungen nahmen über diese so genannte Seidenstraße den Weg von Ost nach West bzw. von West nach Ost. In dem Maße, wie seit dem 16. Jahrhundert der Seeweg nach Ostasien an Bedeutung gewann, verlor die klassische Seidenstraße ihre Brückenfunktion zwischen den Kontinenten).

          Nicht zuletzt durch den Zerfall der ehemaligen Sowjetunion und das rasante Wirtschaftswachstum in China und Indien haben die vom Landweg durch Zentralasien verbundenen Länder wieder an Reiz gewonnen. Denn die Zielregion umfasst somit rohstoffreiche Länder (so befinden sich mehr als 80 Prozent der weltweiten Rohölreserven in Ländern entlang dieser Route) mit guten Wachstumsaussichten und wachsenden Bevölkerungszahlen. Konkret haben Afghanistan, Aserbaidschan, China, Kasachstan, Kirgisistan, die Mongolei und Tadschikistan im November 2007 bereits ein Infrastrukturprogramm zum Ausbau der Landverbindung zwischen Asien und Europa unterzeichnet.

          Unterstützt von der Weltbank und anderen internationalen Institutionen sollen bis 2018 knapp 13 Milliarden Euro in die neue Seidenstraße investiert werden. Ziel ist es, durchgängige und aufeinander abgestimmte Straßen- und Bahnverbindungen zwischen Ost und West zu schaffen und so einen effizienten Fluss der Warenströme zu ermöglichen.

          Renditevorgabe des Fonds liegt bei 15 bis 20 Prozent jährlich

          Die geplante Wiederbelebung der Seidenstraße, die auch deshalb Sinn macht, weil dadurch sehr unterschiedliche Regionen miteinander verbunden werden, die sich viel untereinander auszutauschen haben, spricht auch für künftig viel versprechende Konjunkturperspektiven. Aus Anlegersicht ist zudem noch die relativ geringe Korrelation der Börsen dieser Länder mit den großen Aktienmärkten dieser Welt, aber auch die ebenfalls geringe Korrelation dieser Börsen untereinander zu nennen. Ende November hat die Permal Group den Permal Silk Road Fund aufgelegt. Dieser Dachfonds legt in mindestens 20 aktiv gemanagte Einzelfonds an, die wiederum unter Einsatz unterschiedlicher Anlagestrategien in die Regionen der historischen Seidenstraße investieren. Bei der Permal Group, die derzeit ein Anlagevermögen von mehr als 35 Milliarden Dollar verwaltet, handelt es sich im Übrigen um einen der größten Hedge-Fund-Verwalter weltweit und man darf der Gruppe zutrauen, dass sie das interessante Produkt mit Leben zu erfüllen verstehen wird.

          Die Renditevorgabe des Fonds liegt bei 15 bis 20 Prozent jährlich, was bei Zielerreichung sicherlich eine lukrative Sache wäre. Zumal auch die angestrebte Volatilität mit acht bis zwölf Prozent gering sein soll. Ein vom Schweizer Bankhaus Credit Suisse aufgelegte Zertifikat auf die Staaten der historischen Seidenstraße mit der Isin DE000CS0SDS3 ist deshalb eine Einstiegsalternative, weil eine direkte Anlage in den Fonds für deutsche Anleger nicht möglich ist.

          Die Zeichnungsfrist für das Zertifikat läuft noch bis zum 28. Dezember (12:00 Uhr) und der Emissionspreis inklusive Vertriebsgebühr beträgt 103 Euro. Emissionstag soll der 3. Januar sein und dann wird auch der Handel im Freiverkehr der Börse Frankfurt aufgenommen. Sofern es zu keiner vorzeitigen Tilgung kommt, ist das Laufzeitende für den 31. Januar 2023 geplant. Eine vorzeitige Rückzahlung ist ab dem Januar 2013 möglich, wobei dann eine jährliche Kündigungsmöglichkeit besteht.

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