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Wetter-Wette : Hedgefonds verdient Millionen am warmen Weihnachten

  • Aktualisiert am

Weihnachten an der Ostsee: Eher wie Frühlingsanfang Bild: dpa

Das Wetter an Weihnachten war eindeutig zu warm. Ein britischer Hedgefonds hat das auszunutzen gewusst und eine enorme Rendite eingefahren.

          1 Min.

          Der Cumulus Energy Fund hat im Dezember 39 Prozent an Wert gewonnen. Der amerikanische Hedgefonds, der mit europäischen Terminkontrakten auf Gas und Strom handelt und 176 Millionen Dollar verwaltet, hatte auf einen Einbruch der deutschen Strompreise gesetzt.

          Insgesamt legte der Fonds damit im Jahr 2012 um 24 Prozent zu, seit der Auflegung im Jahr 2006 hat er 400 Prozent gewonnen. Das geht aus einem Schreiben an Investoren hervor, das Bloomberg News vorliegt. „Der wichtigste Faktor war ein sehr großer Gewinn aus dem deutschem Stromsegment, wo das extrem milde Wetter einen kompletten Zusammenbruch der Preise am Kassamarkt über die Weihnachtszeit verursachte”, schreibt Chief Investment Officer Peter Brewer in dem Brief. „Hinzu kommen Gewinne in allen anderen Märkten (insbesondere britisches Erdgas und Strom aus Skandinavien). Die einzige Ausnahme waren Absicherungsgeschäfte für Kohle.”

          Der Preis des europaweit richtungweisenden Terminkontrakts für deutschen Strom fiel im Dezember um 4,3 Prozent. Das ist der größte monatliche Rückgang seit Oktober 2010. Der Cumulus Energy Fund wurde im vergangenen Jahr von City Financial Investment erworben, einem Vermögensverwalter aus London, zu dem auch der Cumulus Fahrenheit Fund, ein Fonds der schwerpunktmäßig mit Wetter-Derivaten an der Chicago Mercantile Exchange handelt.

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