https://www.faz.net/-gv6-vyyq

Urlaubsreisen : Günstig auf die Piste

  • Aktualisiert am

Während Wintersportler für die Anreise mit Pkw einen ganzen Tag verlieren, können sie mit der Billigairline in wenigen Stunden von Hamburg oder Berlin die alpinen Abfahrtshänge erreichen. Urlauber müssen dafür gar nicht so tief in die Tasche greifen.

          2 Min.

          Die Chance auf Schnäppchenpreise für Flüge in den Winterurlaub haben vor allem Frühbucher. Bei easyjet zahlte der Reisende am 17. Dezember 25 Euro für den Hinflug von Berlin nach Mailand am 19. Februar 2008. Die Lufthansa verlangte für Hin- und Rückflug immerhin 178 Euro.

          Während bei der Kranich-Airline Skifahrer ihre Ausrüstung kostenlos mit an Bord nehmen können, müssen sie bei easyjet dafür noch mal 22,50 Euro drauflegen, wenn sie über Internet buchen. Auf dem Flughafen kostet das Skigepäck dagegen 30 Euro.

          Sehr günstig war auch das Angebote von Germanwings: Für den Flug von Köln/Bonn nach Mailand waren 19 Euro fällig. Inzwischen fliegen bereits sechs Billig-Fluggesellschaften von deutschen Städten Alpen-Airports an. Auch Linienflüge mit Austrian Airlines oder Air France können dank eines Spartickets günstig sein.

          Teurer mit der Bahn

          Falls die Bahn nicht streikt, kommen Wintersportler samt Pkw bequem und ausgeschlafen mit dem Autoreisezug in die Schneeparadiese. Mit Normaltarif ist das aber um einiges teurer als mit dem Billigflieger. Günstige „Tankeschön-Angebote“ verkauft die Bahn immer samstags für bestimmte Termine und Strecken. Der Preisvorteil für Reisende und Auto beträgt dann bis zu 40 Prozent.

          Beispiel: Die Fahrt mit dem Autoreisezug gegen 21 Uhr ab Düsseldorf nach Innsbruck am 2. Januar 2008 kostete am 24. November für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Liegewagen einschließlich Pkw nur 185,40 Euro. Wer zwei Tage später gebucht hat, musste für die gleiche Strecke rund 119 Euro mehr zahlen. Dafür kann er - anders als beim „Tankeschön-Angebot“ - die Zugfahrt stornieren oder umbuchen.

          Im Nachtzug in die Alpen

          Auch für den normalen Nachtzug hält die Bahn Sonderangebote bereit: die Spar-Night-Tarife. Schon für den Pauschalpreis von 29 Euro können Nachtfahrer im Ruhesessel ans Ziel gelangen. Ein Liegewagenplatz kostet 49 Euro. Wie beim „Tankeschön-Angebot“ gibt es auch hier nur ein begrenztes Platzkontingent. Die Skiausrüstung verstauen die Zugbegleiter ohne Preisaufschlag in einem Extraabteil.

          Mit dem Shuttle ins Hotel

          Anschlussverbindungen von den Alpenflughäfen in die Skigebiete sind meist kein Problem. Viele Verkehrsbetriebe haben sich mit Bussen auf die fliegenden Skiurlauber eingestellt. Sehr preiswert ist der österreichische Postbus, der fünfmal täglich vom Salzburger Flughafen nach Saalbach Hinterglemm fährt. Zwei Stunden Fahrzeit ins Skigebiet kosten 11,20 Euro pro Person.

          Auch private Anbieter haben Verbindungen eingerichtet, die allerdings etwas mehr kosten. Einige Tourismusverbände wie in Trentino oder in Osttirol haben einen eigenen Busservice in ihre Region organisiert. In der Schweiz lassen sich viele Skigebiete von den Flughäfen Genf, Basel und Zürich bequem mit der Schweizerischen Bundesbahn erreichen.

          Tipps

          Frühbucher . Je früher Sie buchen, desto eher können Sie Schnäppchenpreise ergattern. Das gilt für den Nachtzug der Bahn genauso wie für den Billigflug.

          Gepäck . Fragen Sie bei der Airline nach, wie die Skiausrüstung verpackt sein soll und ob sie vor dem Abflug angemeldet werden muss. Die meisten Fluggesellschaften verlangen von Ihnen, dass Sie Stöcke und Skier in eine Extratasche packen, die das Personal auch öffnen kann.

          Bahn . Mit der Bahn anreisen ist bequemer aber auch teurer als die meisten Flugangebote der Billig-Airlines. Besonders günstige Angebote gibt es für den Autoreisezug, wenn Sie kurzfristig samstags buchen (www.tanke-schoen-tag.de, normale Buchung: www.autoreisezug.de). Für den normalen Nachtzug gibt es die Spar-Night-Tarife. Informationen finden Sie unter www.citynightline.de.

          Shuttle . Erkundigen Sie sich in Ihrem Hotel per Telefon, ob der örtliche Tourismusverband oder ein privater Anbieter einen günstigen Transport vom Flughafen organisieren kann.

          Schneeketten . Wenn Sie mit dem Auto in den Winterurlaub fahren, dürfen Sie die Schneeketten nicht vergessen. Ohne diese können Sie viele Alpenpässe im Winter nicht befahren. Der ADAC empfiehlt Ihnen, mit Schneeketten nicht schneller als 40 Stundenkilometer zu fahren.

          Vignetten . In Österreich und der Schweiz brauchen Sie Vignetten, wenn Sie mit Ihrem Wagen die Autobahn nutzen wollen. Die Plakette kostet in der Schweiz ab Januar 2008 für ein Jahr 25,00 Euro, in Österreich für zehn Tage 7,70 Euro, für zwei Monate 22,20 Euro und für ein Jahr 73,80 Euro. Ab Herbst 2008 führen die Österreicher eine Kurzzeitvignette für die Durchfahrt ein, die zwei Euro kostet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demonstranten in Lausanne, einige Tage bevor sich die Wirtschafts- und Politikelite in Davos trifft. Nicht nur die Klimapolitik steht im Fokus der Protestler – auch der Kapitalismus.

          „Trust-Barometer“ : Deutsche zweifeln am Kapitalismus

          Nur noch jeder achte Deutsche glaubt, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Viele blicken pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.
          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.