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Strategie : Portfoliomischung: Weniger Risiko - höherer Ertrag

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Indem Anleger Technologiewerte mit denen anderer Branchen mischen, mit welchen sie wenig korrelieren, können sie den Ertrag gleichzeitig steigern und das Risiko reduzieren, so Sam Stovall, Chefanlagestratege bei S&P.

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          Arme Anleger im Technologiesektor. In den vergangenen fünfzehn Jahren verzeichnete jemand, der in den S&P Informationstechnologieindex investiert war, mehr als doppelt so hohe Kursschwankungen wie der Referenzindex S&P 500.

          Aber nicht zuviel Mitleid. Wie nebenstehende Grafik zeigt, konnte dieser Anleger zugleich jedoch jährliche Gesamtgewinne erzielen, die um rund 35 Prozent über denen des breiteren Referenzindexes lagen. Daß man, um höhere Gewinne zu erreichen, auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen muß, wissen die meisten Anleger. Dieses Risiko wird im Allgemeinen als die Standardabweichung der jährlichen Rendite definiert.

          Risikobereinigte Rendite ist entscheidend

          In diesem Fall konnten Anleger seit 1990 in zwei von drei Jahren einen Kursgewinn von 11,4 Prozent verbuchen, plus/minus 35,3 Prozent. Tatsächlich schwankten die jährlichen Renditen zwischen +78,4 und -40 Prozent. Kein Wunder, daß manche Anleger unkten, eine graphische Darstellung dieser Volatilität sähe eher wie ein EKG aus.

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          Um zu entscheiden, ob der Extragewinn das zusätzliche Risiko wert ist, dividieren manche Anleger die Rendite durch die Standardabweichung, um eine risikobereinigte Rendite zu erhalten (je höher diese ist, desto besser). In diesem Fall erhielt der Anleger des S&P 500 eine bessere risikobereinigte Rendite (8,4:17,4 = 0,40) als der des Technologiesektors (11,3:35,4 = 0,32).

          Informierte Investoren wissen jedoch auch, daß ein Portfolio mit Titeln, die nicht oder nur geringfügig korrelieren, diese risikobereinigte Rendite verbessern kann. Eine solche Strategie kann hilfreich sein, um kurzfristig die Volatilität der Renditen zu glätten.

          Die richtige Mischung macht's

          Und welcher S&P Index zeigte die geringste Korrelation mit dem S&P Informationstechnologieindex? Die Antwort lautet fast intuitiv: die klassischen defensiven Werte, Basiskonsumgüter. Untenstehende Tabelle zeigt den Korrelationskoeffizienten für die gleitende Zwölf-Monats-Kursentwicklung jedes S&P Sektors mit allen anderen Sektoren seit 1990 - so weit, wie die S&P Indizes zurückreichen (+1 entspricht der perfekten positiven Korrelation, 0 bedeutet keinerlei Korrelation und -1 entspricht der perfekten negativen Korrelation). Die fetten Zahlen sind die niedrigsten Korrelationswerte für jeden Sektor (von oben nach unten gelesen).

          Der Korrelationskoeffizient von 0,11 zwischen der Informationstechnologie und den Basiskonsumgütern ist der niedrigste Wert, die stärkste Korrelation, 0,77, besteht mit den Telekommunikationsdienstleistungen. Interessanterweise zeigten die Basiskonsumgüter für fünf Sektoren deren niedrigste Korrelationswerte (mehr als alle anderen), für Rohstoffe war die Korrelation nur knapp höher als die mit dem S&P 500.

          Was sollte ein Anleger aus dieser Analyse schließen? Falls sich die Geschichte wiederholt - wofür es keine Garantie gibt - könnte ein Anleger mit einem Portfolio, das je zur Hälfte aus Technologieaktien und Titeln der Basiskonsumgüter besteht (jährliche Anpassung), zwischen Jahresende 1990 und dem 10. Dezember 2004 eine höhere Rendite, eine niedrigere Standardabweichung und eine bessere risikobereinigte Rendite erzielen (11,8:20,2 = 0,58) als mit einer Anlage, die nur aus Technologietiteln besteht.

          Darüber hinaus übertraf dieses Portfolio in der Rendite und der risikobereinigten Rendite die Werte des S&P 500 Index. Die Kombination anderer Sektoren ergab ebenfalls höhere risikobereinigte Renditen als der S&P 500. Und was kann ein Anleger mehr wollen? Es ist zwar kein „Free Lunch“ (Gewinn ohne Risiko) an der Wallstreet, aber immerhin etwas.

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