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Steuertipps zum Jahreswechsel 2008/09 (1) : Für die Familie

  • -Aktualisiert am

Bild: Natascha Vlahovic, FAZ.NET

Abgeltungsteuer, Konjunkturprogramme und neue Steuergesetze - das Jahr 2009 bringt Steuerzahlern diverse Änderungen. Gerade deshalb sollte man den bevorstehenden Jahreswechsel nutzen, um die Steuerangelegenheiten zu regeln.

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          Abgeltungsteuer, Konjunkturprogramme und neue Steuergesetze - das Jahr 2009 bringt Steuerzahlern diverse Änderungen. Gerade deshalb sollten Selbständige, Kapitalanleger, Immobilienbesitzer und gut verdienende Angestellte den bevorstehenden Jahreswechsel nutzen, um ihre Steuerangelegenheiten zu regeln.

          Die letzten Tage des alten und die ersten Tage des neuen Jahres sind ideal, um zu prüfen, welche Möglichkeiten Sie haben, die drückende Steuerlast zu reduzieren. Aber auch die Weichen für das kommende Steuerjahr wollen richtig gestellt werden.

          Lutz Schumann, Chefredakteur der Internetplattform www.steuer-schutzbrief.de und des gleichnamigen Steuer-Newsletters mit nutzwertigen Steuertipps für Selbstständige, Immobilienbesitzer, Kapitalanleger, Rentner und Angestellte sowie Herausgeber einer eBook-Ratgeberreihe zu verschiedenen Steuer- und Rechtsthemen, verrät Ihnen aktuelle Steuertipps für die Familie (Teil 1), Kapitalanleger (Teil 2), Immobilienbesitzer (Teil 3), Arbeitnehmer (Teil 4) und Firma und Praxis (Teil 5).

          Teil 1

          Steuertipps zum Jahreswechsel - für die Familie

          1. Alleinerziehenden-Entlastungsbetrag: Dieser steht auch Teilzeit-Eltern zu

          in Elternteil hat unter bestimmten Voraussetzungen auch dann Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, wenn sein Kind nicht dauerhaft bei ihm wohnt, entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (FG, Az.: 7 K 7038/06 B). Demnach reicht es aus, wenn das Kind mit Nebenwohnsitz bei diesem Elternteil gemeldet ist und sich an Wochenenden und in den Ferien dort aufhält. Einzige weitere Voraussetzung: Der andere Elternteil, bei dem das Kind dauerhaft lebt, hat keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag.

          Steuer-Tipp 1: Haben Sie ein Kind, das nur an Wochenenden und/oder in Ferien bei Ihnen lebt? Hat außerdem der andere Elternteil geheiratet und ist deshalb nicht mehr alleinerziehend? Dann prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende haben und machen Sie ihn in Ihrer Steuererklärung geltend. Dies bringt Ihnen Geld vom Staat in Höhe von 1.308 Euro pro Jahr.

          Steuer-Tipp 2: Der Alleinerziehendenentlastungsbetrag steht Ihnen auch für ein volljähriges Kind zu. Vorausgesetzt ist, dass das Kind noch Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag hat.

          Hintergrund: Unter den folgenden Voraussetzungen steht Ihnen als Alleinerziehendem Elternteil der Entlastungsbetrag in Höhe von 1.308 Euro jährlich zu:
          * In Ihrem Haushalt wohnt mindestens ein Kind mit Anspruch auf Kindergeld. Diese Voraussetzung ist also auch dann erfüllt, wenn Ihr einziges Kind zumindest am Wochenende oder in den Ferien bei Ihnen wohnt.
          * Sie erfüllen nicht die Voraussetzungen für eine Zusammenveranlagung.
          * Abgesehen von Ihren Kindern, wohnen Sie allein.


          2. Nicht anerkannte Therapien: Nur mit amtsärztlichem Attest absetzbar

          Die Kosten für wissenschaftlich umstrittene Therapien, zum Beispiel die Delfin- oder die Tomatistherapie, lassen sich nur mit einem vorab eingeholten amtsärztlichen Attest steuermindernd absetzen, entschied der Bundesfinanzhof (BFH, Az.: III B 205/06). Ein nachträgliches Gutachten reicht nicht aus, selbst wenn es einen verbesserten Gesundheitszustand des Behandelten bescheinigt.
          Aus dem amtsärztlichen Attest muss hervorgehen:

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