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Steuertipps zum Jahresende (1) : Für die Familie

  • -Aktualisiert am

Bild: Natascha Vlahovic, FAZ.NET

Nur noch wenige Tage bleiben den Bundesbürgern, um ihre Steuerangelegenheiten für das Jahr 2007 zu regeln. In der Serie „Steuertipps zum Jahresende“ gibt es Empfehlungen, was jetzt noch zu tun ist.

          9 Min.

          Nur noch wenige Tage bleiben den Bundesbürgern, um ihre Steuerangelegenheiten für das Jahr 2007 zu regeln. Wenn in der Silvesternacht die Raketen in den Himmel steigen, ist es für viele Steuergestaltungen zu spät. Zumal es ab nächstem Jahr wieder einige steuerliche Verschlechterungen geben wird.

          Vor allem Selbständige, Kapitalanleger, Immobilienbesitzer und gut verdienende Angestellte sind davon betroffen. Nutzen Sie die letzten Tages des alten Jahres und prüfen Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, die drückende Steuerlast in den letzten Tagen des Jahres noch etwas zu reduzieren.

          Steuergünstig abspecken

          Die Kosten für eine klinische Abmagerungskur sind wie Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung absetzbar, entschied der Bundesfinanzhof (BFH, Aktenzeichen: III B 37/06). Voraussetzung: Ein Amtsarzt attestiert, dass die Kur medizinisch notwendig ist. Die BFH-Richter wiesen in ihrer Entscheidung erneut darauf hin, dass weder ein nachträgliches Attest des Amtsarztes noch Bescheinigungen des Hausarztes ausreichen. Indes müssen Sie mit einer Selbstbeteiligung rechnen (vgl. Infografik).

          Steuerklassenwahl überdenken

          Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat jetzt die Tabellen zur Steuerklassenwahl für 2008 bei Arbeitnehmer-Ehegatten veröffentlicht. Ehepartner können aus diesen Steuerklasse-Tabellen anhand der Höhe ihrer monatlichen Arbeitslöhne die Steuerklassenkombination feststellen, bei der sie die geringste Lohnsteuer zahlen.

          Bedenken Sie bei der Steuerklassenwahl, dass die Kombination auch die Höhe der Lohnersatzleistungen beeinflussen kann, zum Beispiel Arbeitslosengeld, Unterhaltsgeld, Krankengeld, Übergangsgeld und Mutterschaftsgeld.

          Minijob rettet Steuervorteil für Kinderbetreuung

          Mit nur 10 zusätzlichen Arbeitsstunden pro Woche kommen Alleinverdiener-Familien in den Genuss der absetzbaren Betreuungskosten für Kinder unter 14 Jahren.

          Berufstätige Eltern können zwei Drittel ihrer Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen, die Höchstgrenze liegt bei 4.000 Euro pro Jahr und Kind. Bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren gelten keine weiteren Voraussetzungen. Bei Kindern von 7 bis 14 Jahren jedoch müssen alle erziehenden Elternteile berufstätig sein. Eltern gehen leer aus, wenn nur ein Teil arbeitet und ein Teil bei den Kindern bleibt.

          Letztere Vorschrift lässt sich umgehen, denn der zweite Elternteil muss nicht gleich Vollzeit arbeiten. Die Doppelverdiener-Regelung gilt auch bei einem Minijob, also mit einem Verdienst von maximal 400 Euro pro Monat. Das Bundesfinanzministerium (BMF) erklärte in einem Rundschreiben vom 19. Januar 2007: Schon bei „einer Arbeitszeit von mindestens 10 Stunden pro Woche“ könne davon ausgegangen werden, dass Kinderbetreuungskosten „erwerbsbedingt anfallen“ - also absetzbar seien (Aktenzeichen: IV C 4 - S 2221 - 2/07). Dieser völlig legale Steuer-Trick funktioniert natürlich nur, wenn der andere Partner ein normales, zu versteuerndes Gehalt bezieht.

          Internatskosten für krankes oder behindertes Kind

          Die Unterbringungskosten für ein Internat lassen sich nur dann als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abziehen, wenn das Kind krank oder behindert ist und deshalb das Internat besucht. Beispiele dafür sind Internate, die speziell auf die Bedürfnisse von blinden Kindern oder von Rollstuhlfahrern ausgerichtet sind. Voraussetzungen für den Steuerabzug:

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