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Steuertipp : Die Steuerberatungskosten absetzen

  • -Aktualisiert am

Bild: Natascha Vlahovic, FAZ.NET

Wer bis 2005 seine Steuererklärung dem Steuerberater übergab, konnte diese Kosten steuerlich geltend machen. Das ist mittlerweile nicht mehr ohne weiteres möglich. Ein Schreiben der Finanzverwaltung klärt jetzt, was überhaupt noch geht.

          Bis Ende 2005 konnten Steuerberatungskosten als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Seit 2006 ist das nicht mehr möglich. Ein Abzug ist seither nur noch zulässig, sofern es sich bei den Steuerberatungskosten entweder um Betriebsausgaben oder um Werbungskosten handelt. Mit anderen Worten: Privat veranlasste Steuerberatungskosten fallen seither unter den Tisch.

          Welche Kosten nun überhaupt noch steuerlich berücksichtigt werden können, darüber verschafft ein aktuelles Schreiben der Finanzverwaltung Klarheit (Az. IV B 2 - S 2144/07/0002). Anerkannt werden die Aufwendungen für die Inanspruchnahme der Dienste eines Steuerberaters und die damit zusammenhängenden Nebenkosten wie etwa Fahrtkosten. Auch Beiträge zu Lohnsteuerhilfevereinen sowie Aufwendungen für Steuerfachliteratur und -software können abgesetzt werden.

          Eintragen ins Steuerformular wird nicht anerkannt

          Steuerberatungskosten können als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn sie bei der Ermittlung der Einkünfte anfallen. Dabei kann es sich um Aufwendungen für Buchführungsarbeiten oder für das Aufstellen von Bilanzen und Einnahmeüberschussrechnungen bei gewerblichen Einkünften handeln, um Kosten für die Ermittlung von Ausgaben und Einnahmen im Rahmen der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen.

          Nicht berücksichtigt werden können hingegen die Aufwendungen, die durch das Übertragen der Ergebnisse aus der jeweiligen Einkunftsermittlung in das entsprechende Steuerformular entstehen. Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ermittlung von Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen, mit der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten entstehen, Kindergeldfragen sowie Steuerberatungskosten im Zusammenhang mit haushaltsnahen Dienstleistungen, mit der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie mit der Eigenheimzulage sind privat veranlasst und fallen steuerlich betrachtet komplett unter den Tisch.

          Wenn Steuerberatungskosten teils privat verursacht sind, teils aber auch mit Einkünften in Zusammenhang stehen, sind die Aufwendungen entsprechend ihrer Veranlassung aufzuteilen.

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