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Rentenfonds : Sicherheit steht hoch im Kurs

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Wenn an den Aktienbörsen die Kurse rutschen, findet die Flucht in die Qualität statt. Was Wunder also, wenn Rentenfonds die Gewinner des Kursrutsches sind?

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          Die jüngsten Verwerfungen an den Aktienmärkten haben die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen in die Höhe schnellen lassen. Nach einem eher durchwachsenen Jahr 2007 mit überschaubaren Wertzuwächsen gehören damit auch klassische Rentenfonds zu den unmittelbaren Profiteuren dieser Entwicklung.

          So legte beispielsweise der Rex-Rentenindex der Deutschen Börse seit Jahresbeginn schon um mehr als 2 Prozent zu. Dieser Gewinn sollte sich in den meisten Fondsportfolios spiegeln. Noch im vergangenen Jahr kehrten die Privatanleger den Anleihespezialisten in Scharen den Rücken zu. Bis Ende November zogen sie nach der Absatzstatistik des Bundesverbandes Investment (BVI) 15 Milliarden Euro mehr ab, als sie gleichzeitig einzahlten. Die Stimmung könnte nun wieder drehen.

          Absolute Return wirft am meisten ab

          In unserer Rangliste mit Rentenfonds, die trotz des zeitweise schwierigen Marktumfelds in den vergangenen drei Jahren Verlustmonate weitgehend vermeiden konnten, haben sich inzwischen der Absolute-Return-Fonds von Julius Bär sowie die Total-Return-Fonds von Pioneer Investments und DWS Investments inzwischen in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet.

          Sie haben damit den Nachweis erbracht, dass ihr Anlagekonzept nicht nur als zugkräftiges Verkaufsargument dient, sondern den investierten Anlegern tatsächlich einen Mehrwert bringen kann. Absolute- beziehungsweise Total-Return-Fonds treten mit dem Versprechen an, einen weitgehend kontinuierlichen Wertzuwachs ohne größere Schwankungen zu erwirtschaften.

          Die drei Spitzenfonds beschränken sich dabei auf die Anlage in Anleihen, wobei sie durch den Einsatz von Derivaten sowohl von steigenden wie auch von fallenden Kursen profitieren können. Auch Währungsengagements spielen eine bedeutende Rolle in der Portfoliokonstruktion. Einige Fonds der Konkurrenz beschränken das Anlagekonzept nicht nur auf die Rentenmärkte, sondern sind auch in anderen Anlageklassen unterwegs, so dass sie in der Rangliste keine Berücksichtigung finden können.

          Wandelanleihen im Abseits

          Eine scharfe Korrektur deutet sich dagegen bei den Spezialisten für Wandelanleihen an, die in den vergangenen Monaten noch dominierten. Wandelanleihen sind eine Mischform aus Fremd- und Eigenkapital. Die Emittenten bieten ihren Anlegern einen relativ niedrigen Kupon. Zum Ausgleich erhält der Anleger das Recht, während der Laufzeit die Anleihe in einem vorher vereinbarten Verhältnis in Aktien zu tauschen.

          Mit dieser Nähe zur Aktienkursentwicklung konnten sich Wandelanleihefonds lange von den reinen Anleihespezialisten abheben. Doch nun bewirkt sie das Gegenteil. Mit dem Kursrutsch am Aktienmarkt verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wandlung lohnt. In der Wertentwicklung über die vergangenen sechs Monaten sind die Bremsspuren schon deutlich zu sehen.

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