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Neuer Finanzskandal : Derivatehändler lässt 200 Millionen Dollar verschwinden

  • Aktualisiert am

PFG soll schon Insolvenz angemeldet haben. Bild: dpa

Der amerikanische Derivatehändler Peregrine Financial Group (PFG) soll durch falsche Angaben zu seinem Guthaben Kundengelder in Millionenhöhe veruntreut haben. Das wirft die Finanzaufsicht CFTC dem Unternehmen nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ vor.

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          In den Vereinigten Staaten gibt es offenbar abermals einen großen Finanzskandal. Acht Monate nach der Pleite des großen Derivatehändlers MF Global ermitteln die Behörden gegen ein anderes wichtiges Unternehmen der Branche, die Peregrine Financial Group (PFG). Die Finanzaufsicht CFTC wirft dem Derivatehändler und seinem Chef Russell Wasendorf in einer am Dienstag vor einem Gericht in Illinois eingereichten Klage vor, Kundengeld veruntreut zu haben.

          Das Unternehmen machte demnach falsche Angaben zu seinem Guthaben, mehr als 200 Millionen Dollar (163 Millionen Euro) seien verschwunden. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Dienstagabend (Ortszeit), PFG habe Insolvenz beantragt. „Alle sind weg, es gibt keine Angestellten mehr“, sagte der Analyst und frühere PFG-Beschäftigte Phyl Flynn.

          Finanzmedien berichteten von hunderten Entlassungen bei dem Derivatehändler. Flynn zufolge versuchte PFG-Chef Wasendorf zudem sich das Leben zu nehmen und liegt nun in einer Klinik in Iowa. PFG galt bislang als renommierter Derivatehändler. Derivate sind komplizierte Finanzprodukte, die eine Art Wette auf die Entwicklung anderer Wertpapiere oder etwa von Währungen oder Rohstoff-Preisen darstellen.

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