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Langzeitstudie : Aktiv gemanagte Fonds sind selten auf Dauer gut

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Die Argumente gegen aktiv gemanagte Fonds nehmen zu. Weniger Fonds als zu erwarten wäre gelingt es, auf lange Sicht zu den Besten zu gehören.

          Nur sehr wenige aktiv verwaltete Fonds schaffen es, über einen längeren Zeitraum sehr gute Renditen zu erzielen. Das geht aus einer Studie von Standard & Poor’s Fund Research (S&P) hervor. Der Fondsspezialist hat aktiv verwaltete, amerikanische Aktienfonds mit der anfänglich besten Wertentwicklung daraufhin untersucht, ob diese ihre guten Ergebnisse auch langfristig aufrecht erhalten konnten.

          Anne-Christin Sievers

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Dafür verfolgte die Agentur Fonds über die Zeit hinweg, die in puncto Wertentwicklung zur besten Hälfte und zum besten Viertel ihrer Klasse gehörten. Die Ratingagentur betrachtet einerseits, wie sich die Fonds je nach ihrer Wertentwicklung zwischen den Vierteln und Hälften der Rangliste bewegen. Andererseits wird untersucht, wie hoch der Anteil der Fonds ist, die fortlaufend während der vergangenen drei und fünf Jahre in der besten Hälfte oder dem besten Viertel der Wertungsliste verblieben.

          Nur jeder zwanzigste Fonds kann sich dauerhaft halten

          Ergebnis ist, dass es nur sehr wenigen Fonds gelingt, eine Plazierung in der oberen Hälfte oder dem oberen Viertel der Rangliste beständig zu wiederholen. Angesichts der hohen Volatilität des amerikanischen Aktienmarkts der vergangenen fünf Jahre sei dies aber keine große Überraschung, so S&P. Wählt man als Endpunkt den März 2012, so sei der Anteil von Fonds mit sehr guter Wertentwicklung, die sich in der besten Hälfte oder dem besten Viertel halten konnten, über verschiedene Zeiträume und Fondsklassen hinweg deutlich gesunken.

          Nur rund 5 Prozent der Fonds konnten ihren Platz in der oberen Hälfte des Spektrums über fünf aufeinanderfolgende Zeiträume von zwölf Monaten behaupten. Allein bei einer Zufallsverteilung hätten aber 6,25 Prozent der Fonds unter den besten 50 Prozent landen müssen.

          Schlechte Fonds sind sehr schnell weg

          Etwas anders das Bild im Spitzenviertel: Zwar konnten auch hier nur knapp 6 Prozent der Blue Chip-Fonds, deren Rendite in den fünf Jahren bis März 2007 unter den besten 25 Prozent lag, auch fünf Jahre später in derselben Liga mitspielen. Bei den Fonds für mittelgroße Unternehmen waren es sogar weniger als 5 Prozent. Die Nebenwertefonds schnitten deutlich besser ab: hier behauptete fast jeder Sechste (rund 15 Prozent) seine Position im besten Viertel über die Zeit hinweg. Die Zufallswahrscheinlichkeit hätte allerdings einen Anteil von 25 Prozent vermuten lassen.

          Nach der Studie können sich damit deutlich weniger Fonds in den oberen Segmenten behaupten, als man es auf Grundlage statistischer Wahrscheinlichkeiten erwarten würde. Mehr Beständigkeit gibt es dagegen bei schlecht laufenden Fonds: Investmentvehikel, deren Wertentwicklung schon zu Beginn im unteren Viertel rangierte, wurden deutlich öfter zusammengelegt oder aufgelöst als es die statistische Wahrscheinlichkeit hätte erwarten lassen.
           

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