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Folgen der Niedrigzinsen : Selbst schuld am Vermögensverlust

Die Deutschen leiden unter den niedrigen Zinsen. Selbst schuld, wenn man an Zinsprodukten auf Gedeih und Verderb festhält.

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          Dass die Deutschen besonders stark von der Geldpolitik der EZB getroffen werden, haben sie sich selbst zuzuschreiben. Kaum ein Volk hält ungeachtet der kaum noch vorhandenen Zinsen so eisern an seinen Bankeinlagen fest wie die Deutschen. Der Einwand, Aktien seien nur etwas für Reiche, zielt dabei an der Sache vorbei.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit einem Nettogeldvermögen von 3,6 Billionen Euro ist hierzulande genug Geld vorhanden. Natürlich ist deswegen nicht jeder reich und hat Geld für die Börse übrig, denn nur Vermögen, das auf absehbare Zeit nicht für die allgemeine Lebensführung gebraucht wird, sollte in Aktien investiert werden.

          Aber zehn Prozent der Deutschen halten nach Allianz-Berechnungen etwa 60 Prozent des Nettogeldvermögens. Unter den Industrieländern ist nur in den Vereinigten Staaten die Ungleichverteilung noch größer. Zumindest diese sehr reichen 10 Prozent sollten nicht über die Zwangsenteignung durch die EZB lamentieren.

          Und auch in der breiten deutschen Mittelschicht ist genug Geld für die langfristige, breit gestreute Geldanlage in Aktien oder Aktienfonds vorhanden. Dazu gehört nur ein bisschen Mut, der allerdings in den vergangenen Jahrzehnten fast immer belohnt wurde.

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