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Kohlhase Vermögensverwaltung : Revival der Rohstoffe

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Michael Kohlhase Bild: Privat

Die Münchener Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Kohlhase versteht sich als Verwalter liquider Vermögen bei konservativer Ausrichtung. Geschäftsführer Michael Kohlhase baut auf Rohstoffe.

          1 Min.

          Welche Anlageklasse ist 2014 am empfehlenswertesten?

          Unternehmens- und Staatsanleihen aus Schwellenländern im Hochzinsbereich werden im Jahr 2014 wohl wieder Freude bereiten. Allgemein rechnen wir mit einem Revival des Rohstoffbereiches.

          Wie werden sich Aktien 2014 entwickeln?

          Das kann man nicht verallgemeinern. Im Prinzip sind die Märkte liquiditätsgetrieben und somit dürfte einigen demnächst die „Luft“ ausgehen. Allerdings gibt es einige Bereiche, die wohl vor einem Comeback stehen wie beispielsweise Rohstoffe und Aktiennebenmärkte. Wir rechnen mit stärkeren Schwankungen.

          Wie sehen sie Dividendenaktien?

          Wir suchen Aktien nach dem Geschäftsmodell aus und nicht nach der Dividendenrendite. Ein Unternehmen, das nur im Hinblick auf die Dividende agiert, hat schon verloren und die Zukunft verpasst.

          Wie werden sich Anleihen guter Bonität entwickeln?

          Bescheiden.

          Muss zur Erzielung zufriedenstellender Erträge das Risiko erhöht werden?

          Leider ja, da Ertragschancen im aktuellen Niedrigzinsumfeld nur unter Inkaufnahme von Risiken möglich sind.

          Welche Anlagen eignen sich zur defensiven Positionierung bzw. Risikosteuerung eines gemischten Portfolios?

          Die vergangenen Jahre haben immer wieder mit neuen Risiken überrascht, auf die man zuvor nie gekommen wäre. Insofern gibt es defensiv nur bei Festgeldanlagen.

          Sind Anlagen in Schwellenländern noch empfehlenswert?

          Jetzt wieder!

          Welche Regionen der Industrieländer sind als Anlageregion am attraktivsten?

          Einen eindeutigen Favoriten haben wir nicht. Wir sehen die Entwicklung in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan in einer ähnlichen Richtung. In der Vergangenheit war eine Fokussierung auf den deutschen Markt recht erfolgreich und wird es auf Grund der hohen Liquidität wohl bleiben.

          Was ist ihr Worst-Case-Szenario für 2014?

          Bei Aktien ein Verlust von 20 Prozent bis 30 Prozent. Rohstoffe könnten auf der Stelle bleiben. Eine Liquiditätsklemme könnte einen negativen Einfluss auf die Unternehmensanleihen und die Anleihennebenmärkte im Allgemeinen ausüben (Minus 10 Prozent).

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