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Investmentfonds : Weltweit anlegen mit ETFs

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S&P präsentiert eine Auswahl an Exchange Traded Funds (ETFs), mit denen sich das internationale Engagement ausweiten lässt, ohne dabei zu tief in die Tasche greifen zu müssen.

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          Auch für 2007 wird gemeinhin damit gerechnet, dass internationale Aktien ihre amerikanischen Pendants - im nunmehr sechsten Jahr in Folge - in den Schatten stellen. Doch selbst nach einer derart langen Gewinnsträhne ist es nie verkehrt oder zu spät, dem Expertenrat zu folgen und für eine angemessene internationale Ausrichtung des Portfolios zu sorgen, die nach Analystenmeinung mit einem Anteil von 20 Prozent des Gesamtbestands zu gewichten ist. Börsengehandelte Fonds, so genannte ETFs, können ein intelligenter und kostengünstiger Weg zu einem global diversifizierten Portfolio sein.

          Auf dem Spielfeld internationaler Aktien scheint die Markterfahrung der Fachleute ein Erfolgsgarant zu sein. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. So übertraf der S&P/Citigroup PMI World Index im vergangenen Jahr 58 Prozent der aktiv verwalteten globalen Fonds, während der S&P/Citigroup PMI World ex US Index 50,5 Prozent der internationalen Fonds überflügelte. Und auch der S&P/IFCI Composite Index ließ 75 Prozent der aktiv verwalteten Schwellenländerfonds hinter sich.

          Wie bei einem Indexfonds, so liegt auch einem ETF ein Korb von Aktien zugrunde, der einen Index nachbildet, dabei aber wie eine Aktie börsentäglich jederzeit handelbar ist. Viele Experten schätzen ETFs wegen ihrer geringen Kosten. Internationale ETFs sollten jedoch mit der nötigen Vorsicht genossen werden, da sie in Märkte investieren, die mitunter recht volatil sein können. Daneben fallen bei diesen Fonds im Unterschied zu Investmentfonds mit jeder Transaktion Brokergebühren an, weshalb sie wahrscheinlich weniger gut für Anleger geeignet sind, die häufige Trades oder regelmäßige monatliche Einzahlungen planen.

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          Davon abgesehen sind ETFs aber eine bequeme Möglichkeit, sich in ausländischen Aktien zu engagieren. Nachfolgend erhalten Anleger einige Tipps zu internationalen ETFs, die sich als solide Portfolio-Beimischung erweisen könnten.

          Die Basisanlage

          Als Einstieg für global orientierte ETF-Anleger bietet sich nach Ansicht einiger Finanzplaner etwa der iShares MSCI EAFE Index Fund an. Dieser ETF bildet einen weit verbreiteten Index für ausländische Aktien entwickelter Länder ab und umfasst Unternehmen aus Europa, Australien und Asien. In dem Portfolio mit über 800 Positionen und einem Investitionsvolumen von 37,1 Milliarden Dollar finden sich unter anderem Namen wie BP, HSBC und Toyota.

          Die breite Diversifizierung des iShares MSCI EAFE Index Fund ist ein schneller und einfacher Weg zur Ausweitung Ihres Auslandsengagements. „Für mich ist er das internationale Gegenstück zum S&P-500“, sagt Georgia Bruggeman, Gründerin des amerikanischen Finanzplaners und Vermögensverwalters Meridian Financial Advisors, und ergänzt: „Dieser ETF ist die erste Adresse für Anleger und sollte das Fundament eines jeden Portfolios bilden.“

          Mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 14,38 Prozent in den vergangenen fünf Jahren liegt dieser ETF nach Angaben von Standard & Poor's geringfügig vor Fonds mit vergleichbarem Anlagestil. Paul Winter, Manager von Five Seasons Financial Planning aus Salt Lake City, schätzt bei diesem ETF auch die niedrigen Verwaltungsgebühren von jährlich 0,35 Prozent sowie seine steuerlichen Vorteile. „Es wurden bislang keine Erträge ausgeschüttet“, merkt Winter an.

          Engagement auf Schwellenmärkten

          Nach mehreren Jahren auf der Überholspur stellt sich den Schwellenländeraktien im neuen Jahr bislang das eine oder andere Hindernis in den Weg. So gaben die Kurse thailändischer Aktien nach, als die von den dortigen Militärs nach dem Putsch eingesetzte Regierung Beschränkungen für ausländische Investoren verkündete, während die Pläne Venezuelas zur Verstaatlichung mehrerer Branchen neuerliche Besorgnis auslöste. Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist zwar schwierig, ein Engagement auf Schwellenmärkten kann sich auf lange Sicht jedoch auszahlen.

          Der 10,8 Milliarden Dollar schwere Vanguard Emerging Markets Stocks Vipers ETF verzeichnete im vergangenen Jahr eine Rendite von 29,53 Prozent und lag damit laut S&P leicht unterhalb des Durchschnitts vergleichbarer Fonds. Zudem ist der Fonds mit Verwaltungsgebühren von nur 0,3 Prozent kostengünstiger als ähnliche ETFs. So entstehen etwa für den iShares MSCI Emerging Markets Index Fund, der denselben Index nachbildet, Gebühren in Höhe von 0,77 Prozent.

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