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Investmentfonds : Weltweit anlegen mit ETFs

  • -Aktualisiert am

Im Vergleich mit konventionellen Investmentfonds fallen die Kosten aller ETFs indes gering aus. „Einige aktiv verwaltete Schwellenländerfonds sind mit extrem hohen Verwaltungsgebühren verbunden“, sagt die amerikanische Finanzplanerin Eve Kaplan. „Da sind ETFs für manche Anleger eine kosteneffiziente Alternative.“

Trotz der jüngsten Stärke von Schwellenländern sollten Anleger nie aus den Augen verlieren, dass Aktien dieser Märkte eine hohe Volatilität aufweisen können. „Die Leute kaufen normalerweise, wenn die Kurse - wie im Moment - heiß gelaufen sind und steigen aus, sobald der Kursverlauf zu enttäuschen beginnt“, so Dan Culloton, ETF-Analyst der amerikanischen Ratingagentur Morningstar.

Regionen im Blickfeld

Einige Anleger haben jedoch ihre Bedenken gegenüber der Zusammensetzung wichtiger internationaler Indizes. Wenn Ihnen die Einbeziehung von Russland in den MSCI Emerging Markets Index oder die Gewichtung von Europa im MSCI EAFE Index missfällt, haben ETF-Anbieter für Sie auch spezielle Regionenfonds mit einer feiner abgestimmten Ausrichtung im Angebot. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da Einfachheit für die meisten typischen Anleger die wahrscheinlich beste Wahl ist.

Der Vanguard European Stock ETF mit einem Volumen von 25,9 Milliarden Dollar und der 12,3 Milliarden Dollar schwere Vanguard Pacific Stock ETF bieten kostengünstige Möglichkeiten, das Engagement speziell auf Europa sowie Länder des asiatisch-pazifisches Raums wie Japan und Australien auszurichten. „Mir gefällt die Fondspalette von Vanguard sehr gut, da sie mir ermöglicht, die internationalen Märkte besser einzuteilen, als es mit dem EAFE Index möglich ist“, sagt Michael Dubis, Vorsitzender von Michael A. Dubis Financial Planning aus Wisconsin. Für beide Vanguard-Portfolios fallen niedrige Verwaltungsgebühren von 0,18 Prozent an.

Länder-ETFs

Einige Anleger möchten die Strategie ihrer Portfoliostrukturierung jedoch nicht auf einzelne Regionen beschränken. Auch hier können ETFs zum Einsatz kommen. Eine zunehmende Anzahl von länderspezifischen ETFs ermöglicht Anlegern ein Aktienengagement auf Länderbasis.

David John Marotta, Vorsitzender von Marotta Asset Management, investiert nach eigenen Aussagen in ETFs von zehn Ländern, die nach Auswertungen des amerikanischen Forschungsinstituts Heritage Foundation den höchsten Grad an wirtschaftlicher Freiheit aufweisen. Zu diesen Fonds zählen unter anderem: iShares Hong Kong, iShares Singapore und iShares United Kingdom. Für jeden dieser ETFs entstehen Verwaltungsgebühren in Höhe von 0,54 Prozent.

Analysten und Finanzberater warnen Durchschnittsanleger allerdings häufig davor, die Profis bei der Anlage in Länder-ETFs übertreffen zu wollen. „Wenn man sich mit ETFs international richtig positionieren möchte, sollte man auf Fonds verzichten, die nur ein einziges Land abdecken“, sagt James Sonneborn, Vermögensverwalter von Regent-Atlantic Capital. Sonneborn empfiehlt eine einfache internationale Portfoliokomponente auf Grundlage breiter diversifizierter ausländischer ETFs.

Immobilien sind eine Überlegung wert

Während des anhaltenden Vormarschs der ETFs lohnt sich ein Blick auf das aufstrebende Segment der internationalen Immobilien. Der Fondsanbieter State Street Global Advisors legte im vergangenen Monat den SPDR Dow Jones Wilshire International Real Estate ETF auf, der den Dow Jones Wilshire ex-U.S. Real Estate Securities Index nachbildet.

Anleger sollten vielleicht besser noch warten, bis der junge Fonds eine Erfolgsbilanz vorweisen kann, einige Finanzplaner sehen in dem ETF jedoch eine intelligente zusätzliche Diversifizierung des Auslandsengagements. Für den Fonds entstehen Verwaltungsgebühren von 0,6 Prozent. Der ihm zugrunde liegende Index glänzte in den vergangenen fünf Jahren mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 29,19 Prozent. „Ich nehme diesen ETF bislang noch nicht in die Portfolios meiner Kunden auf“, sagt Dubis, der das Fondsprodukt zwar attraktiv findet, vorerst aber noch abwarten möchte. „Die Anleger sollten sehr vorsichtig sein.“

Die an Zahl und Vielfalt zunehmenden börsengehandelten Fonds bleiben eine kostengünstige Möglichkeit für Anleger, die mit den rasanten Veränderungen der Weltwirtschaft Schritt halten möchten. Mit einer Portion Glück und einigen umsichtigen Entscheidungen könnte die zusätzliche Würze globaler ETFs den Anlegern schmackhafte Renditen bescheren.

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