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Investmentfonds : Schlechtes Jahr für Fondssparer

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2007 war für Fondssparer wirklich kein gutes Jahr. Die meisten Fondsmanager schauten dem Dax nur hinterher und mit Rentenfonds gab es unter dem Strich sogar Verluste. Kein Wunder also, wenn Gelder abgezogen werden.

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          Für Fondssparer ist das vergangene Jahr überwiegend enttäuschend verlaufen. Den Fondsmanagern gelang es 2007 nur in Ausnahmefällen, spürbar besser als der Markt abzuschneiden. Nach der am Donnerstag veröffentlichten Wertentwicklungsstatistik des Bundesverbandes Investment (BVI) blieben die Aktienfonds der deutschen Anbieter im Durchschnitt teilweise deutlich hinter ihren vergleichbaren Marktindizes zurück.

          So verzeichnete beispielsweise der Deutsche Aktienindex Dax als von den Anlegern vielbeachtetes Marktbarometer einen Wertzuwachs von 22 Prozent. Die Aktienfonds mit dem Investitionsschwerpunkt Deutschland legten dagegen nur um 16 Prozent zu. Ganz schlecht sah es bei den Europa-Aktienfonds aus, die im Durchschnitt um 1,9 Prozent zulegten. Der populäre Euro-Stoxx-50-Index brachte es gleichzeitig auf knapp 7 Prozent. Dabei ist in der Statistik noch nicht der Ausgabeaufschlag berücksichtigt, der beim Kauf der Fondsanteile normalerweise bis zu 5 Prozent des angelegten Geldes betragen kann.

          Abstimmung mit den Füßen

          Fondsanalyst Detlef Glow vom Fondsdatenanbieter Lipper warnt allerdings davor, die Ergebnisse dieses „schlechten Jahres“ überzubewerten. Nur wenige Marktsegmente hätten deutlich zulegen können. Wenn Fondsmanager mit ihren Entscheidungen nur einmal falsch lagen, hätten sie kaum noch eine Chance gehabt, überdurchschnittlich abzuschneiden. „Die Leistungsfähigkeit eines Fonds zeigt sich im langfristigen Vergleich über einen ganzen Börsenzyklus hinweg“, sagt Glow.

          Bei Euro-Rentenfonds war der Wertzuwachs im Jahresverlauf mit 0,7 Prozent so gering, dass unter Berücksichtigung der Inflation sogar ein Verlust auftrat. Ganz düster sieht es für viele Anleger aus, wenn noch der übliche Ausgabeaufschlag von 3 Prozent berücksichtigt wird. Viele Fondssparer schauten der durchwachsenen Wertentwicklung allerdings nicht tatenlos zu. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres zogen sie aus Aktien- und Rentenfonds jeweils rund 15 Milliarden Euro ab. Die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr sollen Mitte Februar veröffentlicht werden.

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