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Hintergrund : Die goldenen Anlageregeln von Marc Faber

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Kennt viele wertvolle Anlagetips: Anlage-Guru Marc Faber Bild: Faber

Ohne System läßt sich an der Börse kein Geld verdienen. Damit sich Gewinne einstellen, müssen einige Regeln beachtet werden. Börsenexperte Marc Faber verrät, welche Grundregeln ihm zum Erfolg helfen.

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          Zu den größten Fehlern, die ein Anleger begehen kann, gehört es, sich ohne ein System und klare Anlagegrundsätze an den Finanzmärkten zu bewegen. Mitunter laufen die Entscheidungsprozesse so unstrukturiert aus, daß dabei fast zwangsläufig verlustträchtige Geschäfte herauskommen müssen.

          Da an den Börsen Fehlern in der Regel gnadenlos abgestraft werden, macht es Sinn, sich vor und nach dem Kauf an einige Regeln zu halten. Auf der Suche nach der richtigen Strategie für den individuellen Bedarf, kann dabei die Vorgehensweise von renommierten Börsenexperten eine Orientierungshilfe sein. Einer dieser weltweit anerkannten Börsenexperte ist Marc Faber, der zudem Fondsmanager und Herausgeber des monatlich erscheinenden "Gloom, Boom & Doom Report“ ist.

          Nachfolgend finde Sie die wichtigsten Grundregeln, denen sich Faber verpflichtet fühlt (siehe auch Link: Was und wie Anleger lesen sollten)

          1. Es gibt keine Anlageregel, die auf jeden Fall paßt

          Wenn es eine bestimmte Regel gäbe, die immer zuträfe, würden sich mit der Zeit alle Anleger danach richten, und dann wären wir alle reich. Historisch gesehen ist die Wohlstandspyramide jedoch konstant geblieben: oben einige Reiche und unten zahlreiche Arme. Selbst die besten Regeln ändern sich also von Zeit zu Zeit.

          2. Aktien gewinnen auf lange Sicht immer

          Dabei handelt es sich um einen Mythos. Die Zahl der Unternehmen, die bankrott gehen, ist sehr viel größer als die derjenigen, die Erfolg haben. Nationale Aktienmärkte sind häufiger zusammengebrochen als daß sie überlebt haben. Beispiele sind Rußland 1918, alle osteuropäischen Aktienmärkte nach 1945, Schanghai nach 1949 und Ägypten 1954.

          3. Immobilien gewinnen auf lange Sicht immer

          Die Preise für Immobilien steigen tendenziell zwar tatsächlich auf lange Sicht an, was nicht zuletzt auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen ist, aber man darf mögliche Probleme mit Eigentums- und Besitzrechten nicht außer acht lassen. In den vergangenen 1.000 Jahren waren Immobilien in London eine gute Investition. Für die Indianer in Amerika, die Azteken in Mexiko, die Inkas in Peru und die Bevölkerung von Ländern, die im 20. Jahrhundert kommunistisch wurden, sieht das jedoch ganz anders aus. All diese Völker verloren sowohl ihre Immobilien als auch in der Regel ihr Leben.

          4. Billig kaufen und teuer verkaufen

          Diese Regel konfrontiert die Anleger mit dem Problem, daß man nie genau sagen kann, wann die Preise niedrig bzw. hoch sind. Häufig fallen niedrige Preise noch weiter und hohe Preise klettern noch höher.

          5. Kauf ein Portfolio mit hochwertigen Aktien und halte daran fest
          Auch diese Regel ist äußerst gefährlich. Unternehmen, die heute attraktiv sind, sind deswegen noch lange nicht die Marktführer von morgen. Xerox, Polaroid, Memorex, Digital Equipment, Burroughs und Control Data waren 1973 marktführend. Und heute? Entweder sind diese Unternehmen vom Markt verschwunden oder ihre Aktien notieren deutlich niedriger als 1973.

          6. Kaufe, wenn die Zeiten schwierig sind
          Es stimmt schon, daß schlechte Nachrichten häufig ein guter Zeitpunkt für einen Markteinstieg sind, zumindest zu Spekulationszwecken. Langfristig könnte es sich jedoch als bessere Strategie herausstellen, erst dann zu kaufen, wenn bereits längere Zeit ungünstige Nachrichten veröffentlicht wurden. Wenn dann die Kurse nicht weiter zurückgehen, besteht die Chance, daß das Schlimmste in vollem Umfang eingepreist ist.

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