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Hintergrund : Die goldenen Anlageregeln von Marc Faber

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7. Vertrau niemandem!
Alle wollen dem Anleger etwas verkaufen. Unternehmensmanager sagen entweder wissentlich die Unwahrheit oder weil sie die tatsächliche Lage ihres Unternehmens nicht kennen, und alle Anleger verdienen, wenn ein einzelner etwas kauft oder verkauft.

8. Die besten Investitionen sind häufig diejenigen, die man gerade nicht getätigt hat

Eine wirklich gute Investition, die im Zeitablauf um das Hundertfache oder mehr aufwertet, ist wie eine Nadel im Heuhaufen. Die meisten „heißen Tips“, „unbedingten Kaufempfehlungen“ und „guten Gelegenheiten“ erweisen sich als Seifenblasen. Daher sollte man nur sehr wenige Anlageentscheidungen treffen, die dann sorgfältig analysiert und im Hinblick auf Risiko und möglichen Ertrag abgewogen sind.

9. Investiere auf einem Gebiet, auf dem du einen Vorteil hast

Wenn man in einer Kleinstadt lebt, kennt man vielleicht den örtlichen Immobilienmarkt, weiß jedoch wenig über Cisco, Yahoo und Oracle. Man sollte in den Bereichen anlegen, in denen man möglicherweise über einen Wissensvorsprung verfügt.

10. Investiere in dich selbst!

Die heutige Gesellschaft interessiert sich vor allem für Geld. Die beste Investition könnte jedoch darin bestehen, etwas für die eigene Bildung zu tun, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die man liebt, sich beruflich zu engagieren oder Geld für Bücher auszugeben, die einem neue Ideen nahe bringen und einem die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven sehen lassen.

Am meisten bewunderte Anleger

Die Anleger, die ich am meisten bewundere, sind Jesus Christus, Mohammed und Buddha. Indem sie nicht materiellen Reichtum mehren wollten, sondern an Instinkte und Bedürfnisse der Menschen appellierten, haben sie unabsichtlich die einzigen Unternehmen geschaffen, die bis heute wachsen, blühen und gedeihen. Aus rein kapitalistischer Sicht war Francisco Pizarro bei weitem der erfolgreichste Anleger, da er Peru, das dann im 16. Jahrhundert den weltweiten Silbermarkt durch die Potosi-Mine beherrschte, mit nur 168 Soldaten eroberte.

Lieblingsbuch: „Der Alchemist“ von Paulo Coelho

Dabei handelt es sich nicht um ein typisches Anlegerhandbuch eines Wall-Street-Spekulanten oder eines Lottogewinners, der dann aufschreibt, wie andere mit seinem System ebenfalls zu Lottogewinnern werden können. Dieses Buch zeigt einem jedoch, daß man zahlreiche Widrigkeiten in Kauf nehmen muß, wenn man sich seine Träume erfüllen will, und daß man Dinge tun muß, die anderen nicht einmal im Traum einfallen würden. Man wird dieses Buch nicht vergessen und nicht bereuen, es gelesen zu haben.

Beste Investitionen

Aktienmärkte in Korea und Taiwan 1979, Philippinen und Thailand 1986, Chile, Argentinien, Brasilien und Peru 1988, japanische Nikkei-Puts 1989, keine Investitionen in Asien nach 1994.

Schlechteste Investitionen

Zu frühes Abstoßen von amerikanischen Aktien. Dies war 1999 und Anfang 2000 eine ungünstige Entscheidung.

Dinge, die ich bedaure

Ich habe immer die Verantwortung für mein Handeln übernommen und nie jemandem anders die Schuld gegeben, wenn etwas nicht funktioniert hat. Daher bedaure ich nichts. Allerdings war ich enttäuscht, wenn ich Freunden Geld geliehen habe, da sie weder das Geld zurückgegeben haben noch die Freundschaft Bestand hatte.

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