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Geldanlage 2014 : Japan gilt als Favorit

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Industrieland Japan gilt als Anlagefavorit 2014 Bild: AFP

Man möchte es kaum für möglich halten: Favorit unter den Industrieländern ist Japan, gefolgt von Europa. Und die britische Barings empfiehlt den heimischen Markt.

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          Tom Mermuys, KBC

          Aktien aus dem Euroraum dürften davon profitieren, dass die Rezession ausgelaufen ist. Die Region ist auch nicht mehr so stark vom deutschen Maschinenbau abhängig, nachdem sich die Wettbewerbsfähigkeit des Südens verbessert hat. Es gibt Potential für positive Überraschungen, auch wenn die Arbeitslosigkeit weiter alarmierend hoch ist und weitere Haushaltsreformen anstehen, die politischer Anstrengungen bedürfen.

          Die asiatischen Märkte weisen derzeit deutliche Bewertungsabschläge gegenüber auf, obwohl sie aufgrund besserer Fundamentaldaten eigentlich eher Aufschläge haben sollten. Die Wende in Amerika und Europa stützt mittlerweile auch die Exporte wieder. Insgesamt finden wir hier das stärkste Wachstum weltweit.

          Flemming Larsen, Jyske Invest

          Wir sehen Potential und Dynamik in Japan. Der aktuelle Abwertungstrend des Yen bringt vielen Unternehmen deutliche Gewinnzuwächse. Im Gegensatz zu den meisten anderen Märkten ist der Treiber damit hauptsächlich ein Anstieg der Gewinne. Das heißt auch, dass es weiteren Bewertungsspielraum im Verhältnis von Preis und Ertrag gibt, wenn die positive Entwicklung anhält.

          Hans Hurschler, FRM

          Mit Blick auf das bestehende Reflationsszenario würde ich hier sicherlich Japan nennen. Auch Europa erscheint mir derzeit günstig als Anlageregion. Voraussetzung ist hier natürlich, dass es nicht zu unerwarteten, großen Verwerfungen kommt.

          Maarten Geerdink, Petercam

          Europa und Japan.

          Max Schott, Schott Sand

          Es ist schwer einen absoluten Favoriten auszumachen. Für die Vereinigten Staaten spricht die positive Resonanz auf das geplante schrittweise Rückführen der expansiven Geldpolitik und eine sich weiter erholende Wirtschaft.  Doch die Bewertungen sind hoch. Europa hat sich dank der Lage auf den Peripheriemärkten deutlich verbessert Japan profitiert von der äußerst lockeren Geldpolitik, allerdings müssen Reformen folgen.

          Stefan Freytag, Deutsche Oppenheim

          Wegen der Aufholeffekte und der Bewertung ist für uns der Euroraum am attraktivsten.

          William de Vijlder, BNP Paribas

          Wir bevorzugen ganz klar Europa: Die Bewertungen sind attraktiv und die Wirtschaft erholt sich. Zudem erwarten wir ein ordentliches Ertragswachstum (10 Prozent) der Unternehmen, die diversifiziert aufgestellt sind: Rund 45 Prozent der Einnahmen werden außerhalb der Eurozone erzielt. Und nicht zu vergessen: Die Europäische Zentralbank kann noch immer für positive Überraschungen sorgen.

          Axel Riedel, SSgA

          Die Wachstumsaussichten hellen sich auf und die Eurozone scheint dabei besonders zu profitieren. Dies könnte auch die zuletzt arg gebeutelten Schwellenländer unterstützen. Anleger sollten sich aber der dortigen Risiken bewusst sein und müssen bereit und in der Lage sein, eine höhere Volatilität in Kauf zu nehmen.

          Michael Kohlhase, Kohlhase Vermögensverwaltung

          Einen eindeutigen Favoriten haben wir nicht. Wir sehen die Entwicklung in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan in einer ähnlichen Richtung. In der Vergangenheit war eine Fokussierung auf den deutschen Markt recht erfolgreich und wird es auf Grund der hohen Liquidität wohl bleiben.

          Hartwig Kos, Barings

          Unser Favorit sind britische Aktien. Die britische Wirtschaft und der dortige Aktienmarkt sind zwei verschiedene Dinge. Letztere ist aufgrund seiner Internationalisierung sehr wachstumssensitiv. Vor allem britischen Investoren bieten sich gute Chancen, aber auch für Euro-Anleger, sofern sie die Währungsrisiken absichern. Auch Japan ist aufgrund des schwächeren Yen interessant. Der Euroraum hat noch zu viele Probleme und die Vereinigten Staaten sind recht teuer.

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