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Geldanlage 2014 : Die beste Anlageklasse

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Nicht alle Eier in einen Korb Bild: dpa/picture-alliance

Sieben der zehn Experten votieren für Aktien als beste Anlageklasse 2014. Andere empfehlen vor allem zu diversifizieren. Aus der Reihe fällt ein Tipp für Hochzinsanleihen aus Schwellenländern.

          2 Min.

          Maarten Geerdink, Petercam

          Wir ziehen Aktien Anleihen vor. Amerikanische Aktien sind langsam überbewertet, deswegen konzentrieren wir uns auf Europa und  Japan. In Europa konzentrieren wir uns auf Aktien von Unternehmen mittlerer Qualität, die bislang übersehen wurden. Hochzinsanleihen als Ersatz für Aktien bringen ebenso attraktive Erträge.

          Flemming Larsen, Jyske Invest

          Wir empfehlen Aktien in einem gemischten Fonds überzugewichten. Der starke Kursanstieg im vergangenen Jahr hat die Bewertung nur auf den historischen Durchschnitt erhöht. Wir rechnen mit einem Ertrag von 5 bis 10 Prozent, davon ausgehend das das Wachstum der Weltwirtschaft anzieht und die Notenbanken die Zinsen noch lange niedrig halten.

          Max Schott, Schott Sand

          Unsere größte Sorge ist, dass keiner mehr Sorgen hat. Das gilt zum einen für den starken Anstieg der meisten Aktienindizes. Zum anderen auch für Anleihen, wo die Renditeaufschläge von Unternehmensanleihen und Staatsanleihen aus Südeuropa wieder deutlich gesunken sind und sogar für Gold. Man sollte nicht alle Eier in den „Aktienkorb“ legen, auch wenn das verlockend erscheint. Eine Beimischung von hochwertigen Industrie- und Wandelanleihen und sogar Gold - als Krisenversicherung - macht weiter Sinn. Neben der breiten Aufteilung des Depots ist eine strenge Risikoabsicherung noch wichtiger als in den Jahren zuvor. Überraschende Ereignisse haben die Eigenschaft, dass man sie nicht vorhersehen kann. Nach 2,5 Jahren Aktienrallye ist rein statistisch die Chance sehr hoch, dass ein zumindest vorübergehender Kurseinbruch kommt.

          Tom Mermuys, KBC

          Es gibt auf der Suche nach Rendite wenig Alternativen zu Aktien. Steigen die Anleiherenditen auch nur leicht an, frisst das die mageren Erträge auf, die diese derzeit abwerfen. Wir sehen Aktien immer noch positiv, sind aber etwas vorsichtiger geworden. Bei durchschnittlichen Dividendenrenditen um 3 Prozent werden diese immer noch mehr abwerfen als Anleihen oder Festgeld.

          Hans Hurschler, FRM

          Grundsätzlich erwarte ich eine Fortsetzung der bisherigen, expansiven Notenbankpolitik. In der Folge sollten die Zinsen im kurz- und mittelfristigen Bereich weiter tief bleiben. Inflation dürfte es kaum geben, eher sehe ich eine Tendenz zur Deflation. In einem solchen Umfeld dürften Aktien nach wie vor die empfehlenswerteste Anlageklasse bleiben. Allerdings bin ich für die Aktienmärkte nicht ganz so bullish wie im vergangenen Jahr. Wir werden hier vermutlich 2014 mehr Volatilität und tiefere Renditen sehen.

          Axel Riedel, SSgA

          Die Aufteilung des Vermögens in Anlageklassen sollte den Anlagezielen des Investors entsprechen. Ein Kunde, der am Kapitalerhalt interessiert ist, wird konservativer oder in risikoärmere Klassen investieren, als ein Anleger, der am langfristigen Kapitalaufbau interessiert ist und daher einen höheren Aktienanteil hat. Um Risiken zu reduzieren, sollte auf Streuung, das heißt Diversifikation, geachtet werden.

          Hartwig Kos, Barings

          2014 wird wohl ein Jahr der eher langweiligen Renditen. Aktien werden sich besser entwickeln als Anleihen, aber nicht viel. Keine Anlageklasse ist so richtig super-attraktiv

          William de Vijlder, BNP Paribas

          Aktien werden als Anlageklasse am besten abschneiden, gestützt von einer positiven Ertragsentwicklung. Bei Anleihen werden wir einen langsamen Anstieg der langfristigen Zinsen beobachten, was bedeutet, dass die Anleiherenditen (Kupon und Veränderung der Anleihenkurse) unattraktiv ausfallen werden.

          Michael Kohlhase, Kohlhase Vermögensverwaltung

          Unternehmens- und Staatsanleihen aus Schwellenländern im Hochzinsbereich werden im Jahr 2014 wohl wieder Freude bereiten. Allgemein rechnen wir mit einem Revival des Rohstoffbereiches.

          Stefan Freytag, Deutsche Oppenheim

          Aufgrund unseres Basisszenarios einer weiter sehr expansiven Notenbankpolitik, einem leicht beschleunigenden weltweiten Wachstumspfad, tiefen Inflationsraten und derzeit geringen systemischen und geopolitischen Risiken sollten sich die Aktienmärkte am besten entwickeln. Auch die Immobilienmärkte sollten von diesem Szenario weiter profitieren, wobei die Entwicklung in dieser Assetklasse natürlich sehr stark von Region, Lage und Objektcharakter beziehungsweise -zustand abhängt.

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