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Gastkommentar : Ein Anlageplan für 2005 in fünf Schritten

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Viele Anleger gehen bei der Geldanlage unsystematisch vor. Das sollten sie ändern, denkt zumindest Amey Stone von Businessweek Online. Sie nennt ein paar Punkte, die bedacht werden sollten.

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          Investieren wird allmählich wieder interessant. Obwohl der neunprozentige Kurszuwachs des S&P 500 im Jahr 2004 nicht besonders aufregend erscheinen mag, stellt er doch einen Anstieg um 14 Prozent gegenüber dem Stand der Benchmark von Mitte August und eine deutliche Verbesserung gegenüber den stagnierenden bis abwärts tendierenden Märkten der vorangegangenen neun Monate dar. In Verbindung mit dem allgemein positiven Konsensausblick für 2005 unter den Anlagestrategen an der Wall Street reicht der jüngste Kursauftrieb aus, um die Anleger wieder Kontakt zu ihren Brokern aufnehmen zu lassen.

          Charles Schwab meldete am 14. Dezember in der Tat einen 25-prozentigen Anstieg des Handelsvolumens im November gegenüber dem Vormonat. Am 30. Dezember berichtete das Investment Company Institute (Verband der amerikanischen Fondsgesellschaften), daß die Anleger im November 21 Milliarden Dollar netto in Aktienfonds gepumpt hätten - verglichen mit einem Nettozufluß von sieben Milliarden Dollar im Monat Oktober. Das könnte nur der Anfang gewesen sein.

          Methodischer Ansatz bei der Geldanlage empfehlenswert

          Der Beginn eines neuen Jahres ist immer eine gute Zeit, um neues Geld im Markt anzulegen - die Tatsache, daß viele Menschen dies oft beherzigen, ist einer der Hauptgründe dafür, warum die Aktienkurse im Januar für gewöhnlich nach oben gehen. Doch anstatt sich Hals über Kopf in den Favoriten des Tages zu stürzen, ist es am besten, einen etwas methodischeren Ansatz zu verfolgen. Egal ob es sich um Ihre Altersvorsorge oder einen Ausbildungssparplan für Ihre Kinder handelt: Der folgende einfache Fünf-Schritte-Plan wird Ihnen helfen herauszubekommen, wie Sie Ihr Geld im Jahr 2005 investieren sollten.

          1. Schritt: Vergessen Sie den Marktausblick. Sie lesen all die Artikel, in denen die Richtung der Konjunktur prognostiziert und Strategen zum genauen Stand des S&P bis zum Jahresende zitiert werden? Ignorieren Sie diese jetzt ganz einfach. Das Problem mit solchen Voraussagen ist, daß sie - wenn überhaupt - nur für die nächsten sechs Monate gut sind; entsprechend stellen sie keine große Hilfe dar, wenn es darum geht, eine längerfristige Anlagestrategie umzusetzen.

          „Ein Portfolio sehr stark in die eine oder andere Richtung zu gewichten - beim Versuch, aus der Markteinschätzung eines Anlegers Kapital zu schlagen - ist weitaus riskanter als es klingt,“ sagt Scott Budde, Managing Director beim Pensionsspezialisten TIAA-CREF und Mischfonds-Portfoliomanager. Grund dafür ist seines Erachtens, daß Anleger bei einer Trendumkehr dann allzu einfach schnelle Aufwärtsbewegungen übersehen - genauso, wie es in den vergangenen drei Monaten zu beobachten war.

          Die Profis investieren den Großteil ihres Geldes in Aktien (diese liefern auf lange Sicht im Vergleich zu jeder anderen Anlageklasse die besten Erträge); dann minimieren sie ihr Risiko mittels Beimischung anderer Assetklassen, die entweder wirklich sicher sind (wie Anleihen und Barmittel), oder die für gewöhnlich eine gute Wertentwicklung zeigen, wenn Aktien eine schlechte Performance liefern (wie Immobilien oder Rohstoffe). „Letztlich läuft alles auf Diversifikation hinaus,“ sagt Budde.

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